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Symposium "Glotzt nicht so romantisch" am Theater Augsburg

zum Theater der Weimarer Republik, 13. - 15. Februar 2009

 

Bis heute sind die 20er Jahre ein Faszinosum – in politischer und in

künstlerischer Hinsicht.

Nachdem sich das Theater Augsburg in der letzten Spielzeit mit dieser Epoche unter dem Motto „Aufbruch, Umbruch, Neuanfang“ auseinander gesetzt hat, wird das Thema in der aktuellen Spielzeit wieder aufgenommen, zugleich jedoch weitergeführt in Richtung 30er Jahre. Wie war es möglich, dass die Weimarer Republik ihr Ende in der Nazidiktatur fand, dass Demokratie in Totalitarismus, Avantgardismus in künstlerische Reaktion umschlug? Und welche politischen und künstlerischen Konsequenzen ergaben sich damals und ergeben sich heute daraus?

 

Vier Autoren der Jahre zwischen dem Ende des ersten Weltkriegs und der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten sind derzeit im Spielplan vertreten: Bertolt Brecht mit Die Kleinbürgerhochzeit und Trommeln in der Nacht (beide 1919 entstanden), Ferdinand Bruckner mit Krankheit der Jugend (1926) und Kurt Weill und Georg Kaiser mit Der Silbersee (1933). Alle Stücke werden vom 13. bis 15. Februar 2009 zu sehen sein.

 

Zwei Tagen lang werden Regisseure, Wissenschaftler und Journalisten über

die Situation des Theaters in jenen Jahren und seine Entwicklung vom

Anfang bis zum Ende der Weimarer Republik Stellung beziehen und

diskutieren. Die historische Situation wird dabei ebenso im Mittelpunkt

stehen wie Parallelen zur Gegenwart.

 

Mit:

Prof. Dr. Norbert Abels, Chefdramaturg Oper Frankfurt,

Folkwanghochschule Essen

Sebastian Baumgarten, Regisseur

Dr. Barbara Bronnen, Autorin

Dr. Eleonore Büning, Journalistin bei der Frankfurter

Allgemeinen Sonntagszeitung

Prof. Dr. Jürgen Eder, Professor der Germanistik an der

Universität Budweis

Jan Philipp Gloger, Regisseur

Dr. Birgit Haas, Germanistin an der Universität Exeter

Christian Hockenbrink, Regisseur

Prof. Dr. Jan Knopf, Leiter der Arbeitsstelle Bertolt

Brecht an der Universität Karlsruhe

Prof. Dr. Helmut Koopmann, Emeritierter Professor der

Germanistik, Universität Augsburg

Anne Lenk, Regisseurin

Philipp Löhle, Dramatiker

Prof. Dr. Joachim Lucchesi, Mitarbeiter an der Arbeitsstelle

Bertolt Brecht an der Universität Karlsruhe

Dr. Jürgen Schebera, Germanist, Kurt Weill-Biograph

Prof. Dr. Silvia Serena Tschopp, Professorin für Europäische

Kulturgeschichte an der Universität Augsburg

Manfred Weiß, Regisseur

Prof. Klaus Zehelein, Präsident der Bayerischen Theaterakademie

August Everding und des Deutschen Bühnenvereins

 

Ganz besonders sei auf die Publikumsgespräche im Anschluss

dieser Vorstellungen aufmerksam gemacht:

 

13. Februar 2009 Krankheit der Jugend, gegen 22.00 Uhr, Komödie

14. Februar 2009 Der Silbersee, gegen 22.00 Uhr, Foyer Großes

Haus

Trommeln in der Nacht, gegen 22.00 Uhr, Komödie

Die Kaperer, gegen 22.00 Uhr, Hoffmann-Keller

(Der Autor Philipp Löhle, Teilnehmer des

Symposiums, ist bei diesem Gespräch anwesend!)

15. Februar 2009 Die Kleinbürgerhochzeit, gegen 21.00 Uhr,

Komödie

 

Der Eintritt zu den Publikumgesprächen ist frei!

 

Besucherservice 0821. 324 4900 | www.theater.augsburg.de

 

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