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"Tartuffe" von Molière im ALTEN SCHAUSPIELHAUS Stuttgart

28. April bis 4. Juni 2011. -----

 

In Orgons Haus ist nichts mehr, wie es einmal war, seitdem der Hausherr den scheinheiligen Tartuffe von der Straße aufgelesen und bei sich untergebracht hat.

 

Während sich Orgon und seine Mutter von dem Schwindler um den Finger wickeln lassen und nicht bemerken, dass Tartuffe es allein auf das Vermögen der Familie abgesehen hat, durchschauen die übrigen Hausbewohner Tartuffes aufgesetzte Tugend und Frömmigkeit recht schnell, stoßen jedoch mit ihren Warnungen bei Orgon auf taube Ohren. Schon setzt er Tartuffe zu seinem Erben ein und will ihm sogar seine Tochter zur Frau geben. Da greift Gattin Elmire zu einem Trick, doch als Orgon endlich die Augen aufgehen, ist es fast schon zu spät ...

 

Molière zeichnet Tartuffe nicht als frommen Menschen auf Abwegen, sondern als einen Schurken, der sich der gottesfürchtigen Maske nur bedient. Trotzdem waren klerikale Kreise der Meinung, der „Tartuffe“ richte sich nicht nur gegen den Missbrauch der Religion, sondern gegen die Religion überhaupt, und erreichten sofort nach der ersten Aufführung 1664 ein Verbot des Stückes.

 

Mittlerweile jedoch ist „Der Tartuffe oder Der Betrüger“ längst zum Klassiker avanciert – das amüsante Lustspiel, das sich doch höchst ernsthaft mit der Frage nach der Wahrhaftigkeit menschlicher Beziehungen und der Macht der Religion auseinandersetzt, gehört zu den beliebtesten französischen Komödien überhaupt.

 

Inszenierung

Harald Demmer

Ausstattung

Manfred Schneider

 

Mit

Ulrike Barthruff

Natalie Forester

Lucia Peraza Rios

Julia Sontag

Ben Daniel Jöhnk

Stefan Kiefer

Andreas Klaue

Harald Pilar von Pilchau

León Schröder

Aki Tougiannidis

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