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TARTUFFE von Molière - Theater Ulm

PREMIERE 03.10.2013, 19 Uhr, Großes Haus. -----

 

„Sie wären sehr entzückt, wenn Sie ihn kennen würden, für alle Zeit ganz von ihm hingerissen. Das ist ein Mann...der...ach! Kurzum ein Mann. Wer auf ihn hört, der findet tiefen Frieden und hält die Welt für einen Haufen Mist.“

Die Rede ist von Tartuffe, Gast im Hause des wohlhabenden Orgon und seiner Familie. Gelobt wird er von niemand Geringerem als dem Hausherrn selbst, der großen Gefallen an dem frommen und tugendhaften Tartuffe findet. Blind und taub gegenüber den Warnungen seiner Familie, die in dem Gast schnell einen Hochstapler und Betrüger erkennen, passt sich Orgon immer mehr den vorgetäuschten Idealvorstellungen des Tartuffe von einem Leben ohne Besitz an. Orgon vermacht Tartuffe nach und nach all seine Besitztümer. Die Situation spitzt sich zu, als er ihm die Hand seiner bereits verlobten Tochter Mariane verspricht, den eigenen Sohn enterbt und dem Heuchler schließlich sogar sein Haus übereignet...

 

Wer zuletzt lacht, lacht am besten, heißt es. Doch wer wird das sein? Tartuffe, der neue Herr im Hause Orgon oder die Familie, die sich dem Betrüger nicht kampflos ergeben will? Eins ist jedenfalls klar: Dem Verlierer wird das Lachen im Halse stecken bleiben!

 

„Dies ist ein geniales Lustspiel gegen die Heuchelei“, schrieb Friedrich Dürrenmatt 1951 über Molières wohl bekannteste Komödie. In der Figur des Tartuffe vereinte der französische Dramatiker Bigotterie und Verführungskunst und sorgte damit bei der Uraufführung 1664 für einen Skandal. Doch genau diese Themen sind es, gepaart mit einer Sprache, die Dürrenmatt als „bis ins letzte gemeistert“ beschreibt, die dem Stück bis heute ihren Reiz verleihen.

 

MIT Christel Mayr, Aglaja Stadelmann, Renate Steinle, Ulla Willick*; Joachim Pieczyk, Wilhelm Schlotterer, Florian Stern, Raphael Westermeier, Maximilian Wigger

 

INSZENIERUNG Andreas von Studnitz

BÜHNE Mona Hapke

KOSTÜME Gabriele Frauendorf*

 

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