Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„THE TURN OF THE SCREW“ („Die Drehung der Schraube“) – Oper von Benjamin Britten - Theater Hagen„THE TURN OF THE SCREW“ („Die Drehung der Schraube“) – Oper von Benjamin...„THE TURN OF THE SCREW“...

„THE TURN OF THE SCREW“ („Die Drehung der Schraube“) – Oper von Benjamin Britten - Theater Hagen

Premiere von am Sonntag, 20. Juni 2021, 18.00 Uhr, (Großes Haus)

Benjamin Britten schuf mit seinem 1954 uraufgeführten Werk „The Turn of the Screw“ eine vieldeutige Kammeroper nach der Vorlage eines Schauerromans von Henry James aus dem 19. Jahrhundert. Dem englischen Komponisten gelingt es meisterhaft, das Spiel mit den Perspektiven in eine musikdramatische Form zu bringen, die packend vom Einbruch des Unheimlichen in eine scheinbar idyllische Welt erzählt.

 

Die Oper handelt von zwei Kindern, die nach dem Tod ihrer Eltern auf dem abgeschiedenen englischen Landsitz Bly aufwachsen. Da ihr Vormund wenig Interesse an ihnen zeigt, engagiert er eine junge Frau, die sich gemeinsam mit der Haushälterin Mrs. Grose um die Kinder kümmern soll. Die unerfahrene Gouvernante zweifelt, ob sie der Aufgabe gewachsen ist und glaubt zu entdecken, dass die Kinder mit geisterhaften Gestalten in Verbindung stehen. Bald ist sie sicher, dass es sich dabei um Erscheinungen von Peter Quint und Miss Jessel handelt, die beide auf Bly angestellt waren und auf rätselhafte Weise verstarben.

Nun versucht die Gouvernante fieberhaft, den Umständen auf den Grund zu gehen und gleichzeitig, die Kinder vor den übernatürlichen Wesen zu schützen, von deren bösen Absichten sie überzeugt ist. Wie eine Schraube nach und nach fester ins Holz gedreht wird, so verbohrt sich auch die junge Frau immer mehr in ihre eigene Interpretation der Geschehnisse – doch wie vertrauenswürdig ist eigentlich ihre Wahrnehmung? Wird sie am Ende selbst zur Bedrohung für ihre Schützlinge?

Für die Umsetzung dieses außergewöhnlichen Stückes kehrte das am Theater Hagen schon mehrfach tätig gewesene Team (u.a. für die Realisierung von „Tristan und Isolde“) mit Jochen Biganzoli (Inszenierung), Wolf Gutjahr (Bühne) und Katharina Weissenborn (Kostüme) zurück. Für die Lichtgestaltung zeichnet Hans-Joachim Köster verantwortlich, für die Dramaturgie Rebecca Graitl. Die musikalische Einstudierung und Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Joseph Trafton.

Es singen und spielen: Siegfried Berg*, Angela Davis, Melissa Droste, Anton Kuzenok, Maria Markina, Kenneth Mattice, Benjamin Overbeck*, Penny Sofroniadou, Adea Velijaj (*Solisten des Knabenchores der Chorakademie Dortmund), Philharmonisches Orchester Hagen.

Weitere Vorstellung: 30.6.2021 (19.30 Uhr)

Ins Theater? Aber sicher!
Für den Theaterbesuch muss gemäß der Corona-Schutzverordnung neben dem Ticket und Personalausweis ein vollständiger Impfschutz oder ein negativer Testnachweis von einer offiziellen Teststelle (nicht älter als 48 Stunden) oder ein Nachweis über eine durchlebte Coronainfektion (PCR-Test, mindestens 28 Tage alt, nicht älter als 6 Monate) vorgezeigt werden. Das Tragen einer Maske, auch während der Vorstellung, ist Pflicht.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über das Reservierungsformular auf der Webseite (www.theaterhagen.de). Abendkasse 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑