Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Theater KOSMOS Bregenz: Vier junge AutorInnen beim Stückewettbewerb „Life in 2050“ ausgezeichnetTheater KOSMOS Bregenz: Vier junge AutorInnen beim Stückewettbewerb „Life in...Theater KOSMOS Bregenz:...

Theater KOSMOS Bregenz: Vier junge AutorInnen beim Stückewettbewerb „Life in 2050“ ausgezeichnet

Öffentliche Preisverleihung: 10. Juli 2020 im Theater KOSMOS

Der vom Theater KOSMOS im deutschsprachigen Raum ausgeschriebene KOSMODROM Stückewettbewerb zum Thema „Life in 2050“ brachte zahlreiche und qualitativ überzeugende Einsendungen von jungen AutorInnen und TheatermacherInnen.

 

Die eingereichten Theatertexte wurden anonymisiert von der siebenköpfigen Jury bestehend aus Ingrid Bertel (ORF Vorarlberg Kultur), Christa Dietrich (VN, Kultur), Michaela Spänle (Schauspielerin), Katharina Leissing (Theater Kosmos), Stephan Kasimir (Kurator Kosmodrom), sowie Hubert Dragaschnig und Augustin Jagg (beide Theater KOSMOS) besprochen und bewertet.

Als Siegertext überzeugt hat die Jury den Text „SUPA HELL“ von Sophie Blomen und Max Reiniger. Den AutorInnen „gelingt mit SUPA HELL eine moderne und frische Form des absurden Theaters. Die von ihnen gesetzten Beckett Bausteine „Baum“, „Sand“ und „Sonne“ scheinen wie eine liebevolle Hommage an den Meister des Absurden, die Apokalypse wird zum absurden Spaß.“, begründet Kurator Stephan Kasimir die Entscheidung der Jury.

Der zweite Platz wurde an David Attenberger für „Im inneren des Kuchens“ vergeben. Jury Mitglied Christa Dietrich: „Der Text ist eine Herausforderung, und zwar für die Schauspieler, für ein Regieteam und für das Publikum. Er behandelt die Unberechenbarkeit im Alltag und ein Dilemma, dem wir uns zu stellen haben. Er erzeugt unweigerlich hoch poetische Bilder, die im Idealfall mit der Umsetzung auf der Bühne korrespondieren. Attenberger liefert keine Erklärung, er ruft in leisen Tönen zu einem Abenteuer auf.“

Mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde „Die Ungetrösteten“ von Armin Wühle. „Das Stück wirft einen Blick ins Jahr 2050 auf Basis von Erfahrungen der „Generation Praktikum“. Der Text überzeugt mit starken Bildern, einer von Sarkasmus durchdrungenen Situation und vier Figuren, die immer für Überraschung sorgen können - und das liegt nicht zuletzt an der Vielfalt an Sprachfärbungen, über die der Autor mit unangestrengter Eleganz verfügt.“, so Jurymitglied Ingrid Bertel.

Die vier AutorInnen werden am 10. Juli im Anschluss an dieUraufführungvon „Infantizid, Femizid, Suizid“ bei einer öffentlichen Preisverleihung in Anwesenheit der Jury geehrt. Das Preisgeld ist mit 4.500,- Euro dotiert.

PREMIERE KOSMODROM: Donnerstag, 9. Juli 2020 | 20 Uhr
VORSTELLUNGEN: 10. und 11. Juli, jeweils 20 Uhr

Infantizid, Femizid, Suizid von Felix Kalaivanan und Amos Postner

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑