Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Theater Plauen-Zwickau: Georg Büchners "Woyzeck"Theater Plauen-Zwickau: Georg Büchners "Woyzeck"Theater Plauen-Zwickau:...

Theater Plauen-Zwickau: Georg Büchners "Woyzeck"

Premiere am am 9. Oktober 2020 um 19.30 Uhr, Vogtlandtheater Plauen

Von der Gesellschaft ausgenutzt lebt Franz Woyzeck am unteren sozialen Rand der Gesellschaft. Während seine Vorgesetzten ihn drangsalieren und demütigen, verkauft er seinen Körper zusätzlich für medizinische Experimente. Trotzdem ist das Geld knapp. Mit seiner Freundin Marie hat er ein uneheliches Kind, aber durch die vielen Jobs für beide keine Zeit. Die Experimente und der ansteigende Druck hinterlassen Spuren.

 

Woyzecks körperlicher und auch geistiger Zustand verschlechtern sich zunehmend und als Marie eine Affäre mit dem Tambourmajor beginnt, sieht der gebeutelte Woyzeck keinen Ausweg mehr.

Georg Büchner schrieb sein Drama 1836/37, konnte es aber durch seinen frühen Tod nicht fertigstellen, so dass für jede Aufführung ein eigenes Arrangement der vorhandenen Szenen erfolgt.

Auch Regisseur Jan Jochymski, der bereits in Plauen bei Wir sind auch nur ein Volk Regie führte, verleiht dem Fragment seinen individuellen Anstrich. Er holt Woyzeck in die unmittelbare Gegenwart: Der Protagonist wird vom Soldaten zum Kellner, eine neue Figur wird hinzugefügt, und die Handlung findet in großen Teilen auf dem Hinterhof einer Bar statt, den die Bühnen- und Kostümbildnerin Josefine Krebs auf der Kleinen Bühne erschaffen hat.

In der Titelrolle ist Gerrit Maybaum zu sehen, außerdem spielen Johanna Franke, Ute Menzel, Sabrina Pankrath, Marcel Kaiser, Daniel Koch, Peter Princz und Michael Schramm.

Die nächsten Vorstellungen: 10.10. ¬ 19.30 Uhr + 11.10. ¬ 18.00 Uhr + 13.10. ¬ 18.00 Uhr + 14.10. ¬ 10.00 Uhr + 15.10. ¬ 10.00 Uhr + 23.10. ¬ 19.30 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑