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Uraufführung: „Das Geheimnis einer Unbekannten“ von Christopher Hampton nach Stefan Zweig, Theater in der Josefstadt Wien

Premiere, Donnerstag, 9. April 2020, 19.30 Uhr, Theater in der Josefstadt

Zweigs Novelle „Brief einer Unbekannten” ist die Geschichte einer großen Leidenschaft. Eine Frau verliebt sich als pubertierendes Mädchen in einen jungen, erfolgreichen Schriftsteller. Ihr ganzes Leben, ihre ganze Existenz baut sie auf diese Begegnung, auf diese Passion.

 

Copyright: Jan Frankl


„Ich beschwere mich nicht, so ist dein Charakter: impulsiv und vergesslich, liebevoll und treulos. Das ist der Mann, den ich liebe, also wäre es unlogisch, mich zu beschweren, oder?“

Wien, Mitte der 1930er Jahre. Die leidenschaftliche Lebensbeichte einer Frau, deren Lebensmittelpunkt ein „frivoler, leichtlebiger Gesellschaftsmensch und ein tief ernster, hart arbeitender, jüdischer Schriftsteller“ war. Doch sie ist für ihn nur eine belanglose Geliebte unter vielen geblieben, letztlich eine Unbekannte.

„Ich weiß, wie verwöhnt du bist. Aber ich kann dir versprechen, niemand hat dich je so sklavisch und hingebungsvoll geliebt wie ich damals – und immer noch… Ich weiß, ich müsste mich für solche grotesk übertriebenen Gefühle schämen. Aber ich schäme mich nicht. Meine Liebe war leidenschaftlich, aber sie war rein. Du wusstest nicht einmal von meiner Existenz…. Ich war so von dir besessen, dass ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass du überhaupt nie auch nur an mich gedacht hattest… Ich wollte die einzige Frau sein, an die du dich immer in Dankbarkeit und Liebe erinnern würdest. Natürlich hatte ich nicht damit gerechnet, dass du mich völlig vergessen und gar nicht mehr an mich denken würdest.“

Deutsche Übersetzung von Daniel Kehlmann

Christopher Hampton, britischer Dramatiker und Oscar-ausgezeichneter Drehbuchautor, der zuletzt den Filmklassiker „All About Eve“ (Vorstellungen noch bis 12. Juni) erfolgreich für die Kammerspiele der Josefstadt adaptierte, widmet sich nach „Eine dunkle Begierde“ nun in seiner zweiten Arbeit für die Josefstadt Stefan Zweigs berühmten „Brief einer Unbekannten“. Darin zeichnet Zweig mit viel Fingerspitzengefühl die Psychologie einer Frau, die ihr Leben lang im Verborgenen geliebt hat. Hampton hat diese Meistererzählung für die Bühne adaptiert und verantwortet auch die Regie sowie Daniel Kehlmann die Übersetzung.

Regie
Christopher Hampton
Bühnenbild
Anna Fleischle
Associate Bühnenbild
Liam Bunster
Kostüme
Birgit Hutter
Musik
George Fenton
Dramaturgie
Silke Ofner
Licht
Emmerich Steigberger

Marianne
Martina Ebm
Stefan
Michael Dangl
Johann, ein Diener
Michael Schönborn
Ein Mädchen
Lara Buchsteiner / Daria Tayel

 

 

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