Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Thomas Vinterbergs „Das Fest“ - Schauspiel Essen im Grillo-Theater Thomas Vinterbergs „Das Fest“ - Schauspiel Essen im Grillo-Theater Thomas Vinterbergs „Das...

Thomas Vinterbergs „Das Fest“ - Schauspiel Essen im Grillo-Theater

Premiere Freitag, 26. August 2022, um 19:30 Uhr im Grillo-Theater (Theaterplatz 11).

Im Kino sorgte „Das Fest“ von Thomas Vinterberg Mitte der 1990er Jahre für Furore: Er war der erste nach den Regeln des Manifests „Dogma 95“ gedrehte Spielfilm und heimste bei den Filmfestivals von Cannes bis London 1998 zahlreiche Preise ein. Nach dem Erfolg im Kino wurde die modern erzählte Familiengeschichte zum beliebten Theaterstoff und wird nun am Schauspiel Essen, der Abschiedssaison von Intendant Christian Tombeil, von Regisseur Karsten Dahlem in Szene gesetzt.

 

Copyright: Philipp Noack

Präzise und frei von Klischees beschreibt Vinterberg in seinem Film das Ungeheuer Familie samt seiner Lebenslügen und ambivalenten Rollenzuschreibungen: Familienoberhaupt Helge feiert seinen 60. Geburtstag und Freunde wie Verwandte sind eingeladen mitzufeiern. Auch seine drei Kinder dürfen nicht fehlen, besonders da die Beerdigung ihrer Schwester der traurige Anlass für ihre letzte Zusammenkunft war. Als ältestem Sohn obliegt Christian das Halten der traditionellen Geburtstagsrede am Abend. Doch statt Tischfeuerwerk lässt er eine Bombe hochgehen: Vor versammelter Gästeliste offenbart er ungeschönt den jahrelangen sexuellen Missbrauch durch den Vater an ihm und seiner verstorbenen Schwester Linda, die sich lieber umbrachte, als länger unter den traumatischen Erlebnissen der Kindheit zu leiden. Nach seiner Rede ist im Familiengefüge kein Stein mehr auf dem anderen. …

Regisseur Karsten Dahlem arbeitet bereits zum neunten Mal für das Schauspiel Essen. Unter anderem brachte er „Die Leiden des jungen Werther“ von Johann Wolfgang Goethe, „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ von Edward Albee und zuletzt „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing auf die hiesigen Bühnen.

nach dem Drehbuch von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov in der Bühnenbearbeitung von Bo hr. Hansen

Inszenierung
Karsten Dahlem
Bühne und Kostüme
Claudia Kalinski
Musik
Hajo Wiesemann
Live-Musik
Salome Amend, Sandra Klinkhammer, Christoph König
Musik/ Live-Musik
Hajo Wiesemann
Dramaturgie
Judith Heese

Besetzung
Helge, der Vater
Jens Winterstein
Else, die Mutter
Ines Krug
Christian, der älteste Sohn
Philipp Noack
Michael, der jüngste Sohn
Alexey Ekimov
Helene, die Tochter
Sabine Osthoff
Linda, die tote Schwester
Trixi Strobel
Mette, Michaels Frau
Silvia Weiskopf
Gbatokai, Helenes Geliebte
Azizè Flittner
Pia, Dienstmädchen
Floriane Kleinpaß
Michelle, zweites Dienstmädchen
Olga Prokot

Die nächsten Vorstellungen am 31. August, 17., 18. und 29. September (Eintritt: € 14,00 - € 29,00)

Karten im TicketCenter der TUP, II. Hagen 2, an der Kasse des Aalto-Theaters oder telefonisch unter T 02 01 81 22-200 sowie auf www.theater-essen.de

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑