Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
TIEFLAND von Eugen d'Albert in der Wiener VolksoperTIEFLAND von Eugen d'Albert in der Wiener VolksoperTIEFLAND von Eugen...

TIEFLAND von Eugen d'Albert in der Wiener Volksoper

Premiere am Samstag, 13. Oktober 2007 um 19.00 Uhr.

 

Hader und Streit erwarten den Hirten Pedro, der aus den Bergen ins Tiefland hinabsteigt, um die schöne Marta zu heiraten. Marta ist seit Jahren - unfreiwillig - die Geliebte des mächtigen Grundbesitzers Sebastiano und wurde von diesem zur Hochzeit mit Pedro gezwungen.

 

 

Der möchte durch eine Geldheirat seine finanzielle Situation retten, Marta aber weiterhin in der Nähe wissen, damit sie ihm auch in Zukunft gefügig sein kann. Als Pedro die wahren Umstände durchschaut, tötet er Sebastiano im Streit und kehrt mit Marta, die sich inzwischen in Pedro verliebt hat, aus dem "sündigen" Tiefland zurück in die "reine" Bergwelt.

 

Zum Werk

Das deutsche Libretto entstand nach dem in den katalonischen Pyrenäen

angesiedelten Schauspiel "Terra Baixa" (1806) von Angel Guimera. Auf

geniale Weise verbindet d’Albert in seiner Musik Wagnersche Klänge mit

italienischem Verismo. Er schafft atmosphärische Landschaften von großer

Weite ebenso wie große dramatische Opernmomente und eingängige Motive.

Eugen d’Albert, einst Schüler von Franz Liszt, war ein glänzender

Klaviervirtuose und konnte sich lange Zeit nicht zwischen einer Karriere

als Pianist oder Komponist entscheiden. Er hinterließ 24 Opern, erlangte

aber allein durch "Tiefland" Weltruhm. Das Werk, am 15. November 1903 in

Prag uraufgeführt, erfuhr 1905 in Magdeburg eine Umarbeitung, die jetzt

auch an der Volksoper zu sehen ist.

 

Die erste Opernpremiere dieser Spielzeit an der VOLKSOPER WIEN gilt

der viel zu selten gespielten Oper. Das 1903 uraufgeführte Werk war ein Sensationserfolg und über Jahrzehnte hinweg fixer Bestandteil der Spielpläne aller großen Opernhäuser. Auch an der Volksoper war "Tiefland" bis Mitte der 80er Jahre zu sehen. Während die Oper gegen Ende des 20. Jahrhunderts völlig zu Unrecht vernachlaessigt wurde, erlebt sie in jüngster Zeit eine regelrechte Renaissance.

 

TIEFLAND

Musikdrama in einem Vorspiel und zwei Aufzügen (2. Fassung) von Eugen

d'Albert (1864-1932)

Text von Rudolf Lothar (eigtl. Rudolf Spitzer)

nach dem Schauspiel Terra baixa von Angel Guimerà

 

Dirigent: Sebastian Weigle / Alfred Eschwé

Regie: Anselm Weber

Bühnenbild: Hermann Feuchter

Kostüme: Bettina Walter

Dramaturgie: Agnes Eggers

 

Besetzung

Sebastiano: Wolfgang Koch / Oskar Hillebrandt

Pedro: Torsten Kerl / Michael Baba

Tommaso: Sorin Coliban / Karl Huml

Moruccio: Mathias Hausmann / Daniel Schmutzhard

Nando: Christian Drescher / Karl-Michael Ebner

Marta: Heidi Brunner / Barbara Gilbert

Nuri: Andrea Bogner / Renate Pitscheider

Pepa: Birgid Steinberger / Elisabeth Flechl

Antonia: Regula Rosin / Ulrike Pichler-Steffen

Rosalia: Andrea Bönig / Sulie Girardi

 

Koproduktion mit der Oper Frankfurt

 

Weitere Vorstellungen am 16., 22., 25., 28. Oktober 2007, 1., 14., 19.,

24., 27. November 2007, jeweils 19:00 Uhr ( ausser 28. Oktober, 18:00

Uhr)

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑