Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Timon von Athen" nach dem Fragment von William Shakespeare, Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin"Timon von Athen" nach dem Fragment von William Shakespeare,..."Timon von Athen" nach...

"Timon von Athen" nach dem Fragment von William Shakespeare, Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Premiere am Freitag, den 10. Mai 2013 um 19.30 Uhr im Großen Haus. -----

In seinem Fragment gebliebenen Stück „Timon von Athen“ erzählt Shakespeare die Geschichte, wie Timon sorglos Geld investierend und ausgebend in Finanznot gerät. Er reagiert zunächst gelassen, weil er glaubt, dass ihn die Freunde unterstützen werden, die er oft üppig beschenkte.

Ein Trugschluss. Plötzlich lassen sich alle verleugnen, die bei ihm oft borgten, und treiben ihn so in die Privatinsolvenz. Als gefallener Geschäftsmann zieht Timon sich enttäuscht und verbittert aus der gewinnsüchtigen Gesellschaft zurück, beginnt sie von außen zu betrachten und entwickelt einen groben Hass.

 

Es ist eine Geschichte über die Macht des Geldes, das festlegen kann, wer Freund und wer Feind ist. Bei Shakespeare spielt sie in Athen, der Wiege der Demokratie und heutiger europäischer Kultur.

Es wird sich deshalb am Mecklenburgischen Staatstheater die Geschichte des Athener Kaufmanns aus dem 5. Jh. v. Chr. mischen mit den Geschichten aus und über das Griechenland im finanziellen Notstand heute. Denn genau wie Timon lassen derzeit immer mehr Griechen notdürftig ausgestattet ihre Heimat hinter sich. Für die Inszenierung „Timon von Athen“ wurden Griechen, die nach Deutschland gekommen sind, interviewt. Wenn diese zeitgenössischen Kommentare auf Shakespeare treffen, durchleuchtet sein Text den europäischen Finanzolymp auf frappierende Weise.

 

Die zum Teil aus Schwerin stammenden und heute international erfolgreichen Musiker der Band BudZillus werden diesen Konflikt zwischen den alten und neuen mächtigen Göttern Europas mit Balkan–Punk und querschießend eigenwilligen Vertonungen zusätzlich aufheizen.

 

Ralph Reichel inszeniert nach „Rocky Horrow Show“ und „Hair“ am Mecklenburgischen Staatstheater Shakespeares „Timon von Athen“ dort, wo die Clubs Schuldenfalle, Finanzriff oder Börsenkrach heißen und die Party der Krieg ist.

 

Regie und Textfassung: Ralph Reichel

Musikalische Leitung: Thomas Prestin

Bühne und Kostüme: Claudia Charlotte Burchard

 

Mit: Christoph Bornmüller, Brit Claudia Dehler, Franziska Hayner, Katrin Heller, Brigitte Peters, Caroline Wybranietz, Rüdiger Daas, Christoph Götz, Amadeus Köhli, Andreas Lembcke, Bernhard Meindl, Sebastian Reusse, Thomas Prestin, Robert Kondorosi, Dr. Kalliniki Fili

 

Nächste Vorstellungen: 12. Mai um 18 Uhr, 17. Mai um 19.30 Uhr im Großen Haus.

Kartentelefon: 0385 / 5300 – 123; kasse@theater-schwerin.de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑