Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Tom Lanoyes "Mamma Medea" im Thalia Theater Hamburg Tom Lanoyes "Mamma Medea" im Thalia Theater Hamburg Tom Lanoyes "Mamma...

Tom Lanoyes "Mamma Medea" im Thalia Theater Hamburg

Premiere 14. Januar 2009 um 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße

 

Sie ist eine der bekanntesten Frauenfiguren der europäischen Literatur: Medea, die Heilkundige, der Sündenbock, die Kindsmörderin.

In der griechischen Mythologie erscheint sie zum ersten Mal, aber ihr bis heute andauerndes Fortleben verdankt Medea vor allem Euripides’ Tragödie aus dem Jahr 431 v. Chr. Euripides berichtet darin von einem Gemetzel: Weil ihr Mann Jason sie verlassen will, tötet Medea die gemeinsamen Söhne.

 

Doch diese blutige Episode ist lediglich das letzte Kapitel der langen Geschichte von Jason und Medea. Ihren Anfang nimmt sie in Kolchis, und dort lässt auch Tom Lanoye seine Überschreibung des Mythos beginnen: In Kolchis herrscht Medeas Vater Aietes. Fremde landen an seinem Strand: die Argonauten. Jason, ihr Anführer, soll das Goldene Vlies, ein kostbares

Widderfell, zurück in die Heimat holen. Aietes willigt ein – um den Preis einer übermenschlichen Probe. Besteht Jason sie, gehört das Vlies ihm. Besteht

er sie nicht, wird er sterben. Als Medea Jason das erste Mal sieht, weiß sie nicht, wie ihr geschieht. „’S ist gegen jede Regel der Natur, / Für einen Feind zu beten und zu heuln“ begehrt sie auf und kann sich doch gegen die Faszination nicht wehren, die Jason auf sie ausübt. Medea entschließt sich: zum Bruch mit der Heimat, zum Verrat des Vaters, dazu, Jason zu helfen. Es ist der Auftakt zu einer langen Reise der Leidenschaften, der Gier, der Einsamkeit und des Verlusts. Bis zur Katastrophe.

 

Regie Jorinde Dröse

Bühne Anne Ehrlich

Kostüme Bettina Schürmann

Dramaturgie Claus Caesar

 

Es spielen Leila Abdullah, Christiane Boehlke, Andreas Döhler, Moritz

Grove, Vincent Heppner, Judith Hofmann, Helmut Mooshammer, Alexander Simon

 

Weitere Vorstellungen am 16. und 17. Januar um 20 Uhr

 

Eintritt Premiere 24 Euro | ermäßigt 10,50 Euro

Eintritt Vorstellungen 18 Euro | ermäßigt 8 Euro

Karten 040. 32 81 44 44 | www.thalia-theater.de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑