Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
URAUFFÜHRUNG: "Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2" von Rimini Protokoll beim Kunstfest Weimar URAUFFÜHRUNG: "Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2" von Rimini Protokoll...URAUFFÜHRUNG: "Adolf...

URAUFFÜHRUNG: "Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2" von Rimini Protokoll beim Kunstfest Weimar

3., 4., 5. und 6.September 2015, 20:00 im E-Werk. -----

Adolf Hitlers Hetzschrift »Mein Kampf« gilt als schlecht geschriebenes, wirres Traktat. Fast jeder hat schon einmal von diesem Buch gehört, gelesen haben dürfte es kaum jemand - zumal in Deutschland zwar der Besitz erlaubt, aber die Verbreitung des Buches verboten ist.

Fast jeder hat schon einmal von diesem Buch gehört, gelesen haben dürfte es kaum jemand - zumal in Deutschland zwar der Besitz erlaubt, aber die Verbreitung des Buches verboten ist. Bis jetzt - denn Ende dieses Jahres läuft der Urheberrechtsschutz aus, der bisher zur Begründung des Verbots herangezogen wurde. Darf bzw. sollte das Buch, das im Internet, antiquarisch und in den meisten Ländern ohnehin gedruckt erhältlich ist, nun auch bei uns veröffentlicht werden? Wer würde es kaufen, wer würde es lesen wollen? Und was kann ein symbolisches Verbot verhindern?

 

In einem groß angelegten Rechercheprozess begibt sich das Theaterkollektiv Rimini Protokoll auf die Spurensuche nach »Mein Kampf«: in universitären »Giftschränken«, auf heimischen Dachböden und ausländischen Flohmärkten. Als literarischer Text, historisches Zeugnis und politischer Mythos steht das Buch im Mittelpunkt ihres neuen dokumentarischen Theaterprojekts, das in Weimar an einem besonderen Ort zur Uraufführung kommt: Hitler liebte die Stadt nach eigenem Bekunden nicht nur, sie war auch eine Hochburg der NSDAP seit der ersten Stunde.

 

Rimini Protokoll, mit der Inszenierung »Wallenstein« zuletzt vor zehn Jahren zu Gast in Weimar, gelten laut Der Spiegel als »wichtigste Wegbereiter eines neuen Dokumentarismus im Theater«. Ihre Arbeiten, in denen stets Expert*innen zum Thema auf der Bühne stehen, bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Realität und Fiktion. Das Gesamtwerk von Rimini Protokoll wurde mit dem Silbernen Löwen der 41. Theaterbiennale Venedig ausgezeichnet.

 

Konzept, Regie & Text

Helgard Haug, Daniel Wetzel

 

Dramaturgie & Recherche

Sebastian Brünger

 

Bühne & Video

Marc Jungreithmeier, Grit Schuster

 

Musik

Volkan T

 

Company Management

Heidrun Schlegel

 

Technische Koordination & Licht

Andreas Mihan

 

Mit

Sibylla Flügge, Anna Gilsbach, Matthias Hageböck, Alon Kraus, Christian Spremberg, Volkan Türeli u.a.

 

Produktion

Eine Produktion von Kunstfest Weimar, Deutsches Nationaltheater Weimar und Rimini Apparat in Koproduktion mit Münchner Kammerspiele, Nationaltheater Mannheim, steirischer herbst festival Graz, Gessnerallee Zürich und HAU Hebbel am Ufer, in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Graz und mit freundlicher Unterstützung durch das Düsseldorfer Schauspielhaus

 

Förderung

gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und den Regierenden Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten

 

Mit freundlicher Unterstützung von »Contra Rechtsextremismus: Eine Stiftung des Deutschen Anwaltvereins«

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑