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Uraufführung: "Atlantic Zero" von Stephan Kaluza, Düsseldorfer Schauspielhaus

Premiere 05. Mai 2010, 20:00, Central

 

Der Kapitalismus hat ein Gesicht bekommen: Der Milliardär Meisner ist entführt worden. Er findet sich in einem labyrinthischen Kellersystem wieder, das sich als absolut ausbruchsicher erweist.

Sein Entführer entspricht nicht den Vorstellungen, die man sich von einem Kidnapper macht. Er ist die Höflichkeit in Person, kennt aber offensichtlich jedes Detail aus Meisners geschäftlichem und privatem Leben. Die Lösegeldforderung ist immens. Und nicht allein Meisner ist entführt worden, sondern in 29 anderen Kellern werden die reichsten Männer der Welt gefangen gehalten. Ebenso unvorstellbar wie die Summe, die erpresst wird, ist der Plan, was mit dem Geld geschehen soll. Zwischen Meisner und Ronaldo entspinnt sich ein Wortgefecht über die Moralität von Macht und Geld.

 

Der Künstler Stephan Kaluza ist vor allem durch narrative Bildfolgen wie das „Rheinprojekt“ und das „Mauerprojekt“ bekannt geworden. Er hat die Vorlage für ein immer surrealer werdendes Spiel der wechselnden Systeme und Identitäten geschrieben. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das Prinzip einer durchökonomisierten Welt zu brechen ist.

 

Inszenierung Christian Doll

Bühne und Kostüme Pia Maria Mackert

Musik und Video Michael Deeg

Dramaturgie Reinar Ortmann

 

Mit Guntram Brattia, Moritz Führmann, Viola Pobitschka, Pierre Siegenthaler

 

 

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