Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Bahn frei!", Musikrevue von Ewald Arenz und Thilo Wolf im Stadttheater FürthUraufführung: "Bahn frei!", Musikrevue von Ewald Arenz und Thilo Wolf im...Uraufführung: "Bahn...

Uraufführung: "Bahn frei!", Musikrevue von Ewald Arenz und Thilo Wolf im Stadttheater Fürth

Premiere 15. Oktober 2010, 19.30 Uhr, Großes Haus

 

Zum Jubiläum der Inbetriebnahme der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Fürth und Nürnberg vor 175 Jahren schreiben Ewald Arenz und Thilo Wolf - in bester Erinnerung als Urheber von „Petticoat und Schickedance“ 2007 - für das Stadttheater Fürth eine neue musikalische Revue.

„Bahn frei!“ behandelt das Ende der ersten deutschen Eisenbahnstrecke, als die sogenannte Ludwigsbahn in der Kriegs- und Revolutionszeit ihren Glanz bereits verloren hat. Zwischen 1917 und 1922 erzählt der Direktor dieser Eisenbahn einer seiner Schaffnerinnen Geschichten aus dem Leben des deutschen Eisenbahnpioniers Friedrich List und dessen Tochter Elise.

 

List musste teilweise im amerikanischen Exil leben, als amerikanischer Konsul kam er nach Deutschland zurück und beriet den französischen und bayerischen König. Seine Tochter Elise - zu ihrer Zeit eine berühmte Sängerin, die mit Mendelssohn Bartholdy und Liszt befreundet war - unterstützt List bei seinem ehrgeizigen Vorhaben, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein europäisches Eisenbahnnetz zu bauen. 80 Jahre später toben in Deutschland revolutionäre Umwälzungen. Das Ende der Ludwigsbahn markiert den Untergang der monarchistisch-patriotischen Epoche und den Beginn einer demokratischen Zivilgesellschaft.

 

Begleitet von den Kompositionen von Thilo Wolf spiegeln sich auch in der Musik der Revue die „Goldenen Zwanziger“ wider. Das Repertoire reicht hier vom Ludwigsbahn-Samba über Protest- und Revolutionssongs bis hin zum Lampenfieber-Blues. Ewald Arenz' Theaterstück präsentiert auf ganz eigene Weise das Geschehen um den Aufstieg und Niedergang der ersten Eisenbahn und veranschaulicht die Aufregung über die damit verbundene neue Mobilität. Die Produktion wird gefördert durch den Kulturfonds Bayern.

 

Leitungsteam:

Musikalische Leitung Thilo Wolf

Inszenierung Nilufar K. Münzing

Bühne Christiane Becker

Kostüme Uta Gruber-Balleh

Choreografie Jean Renshaw

Orchestrierung Christoph Müller

 

Ensemble:

Kurt Hohfelder, Direktor der Ludwig-Eisenbahn Gerd Achilles

Lili Weber, Sängerin Anna Müllerleile

Friedrich List Oliver Fobe-Dörr

Elise, seine Tochter Elisabeth Sikora

Lokführer/Ensemble Oliver Utecht

Heizer/Fuhrmann/Ensemble Kristian Lucas

Intendant/Ludwig I. /Ensemble Harald von Pilchau

Kutscher/Revolutionär Thorsten Ritz

Klavierspieler im Schloss/Ensemble/Revolutionär /von Pacher/Ensemble Markus Dinhobl

Fahrgast/Maler/Leierkastenmann/Ensemble Klaus Michalski

Wirtin/Ensemble Christiane Reichert

Garderobiere/Mädchen/Ensemble Kristin Bauersachs

Blumenfrau/Ensemble Karin Schubert

Nummerngirl Sibylle Mantau

 

Orchester Thilo Wolf:

Saxofone, Flöten, Klarinetten: Norbert Nagel, Trompete: Sebastian Strempel,

Posaune: Jürgen Neudert, Violine: Alexandra Käufl, Violoncelli: Fany Kammerlander, Michael Weiß, Piano: Thilo Wolf, Keybord: Béatrice Kahl, Gitarre: Andreas Blüml, Kontra-E-Bass: Marco Kühnl, Schlagzeug: Christoph Huber

 

Aufzeichnung durch Bayerischer Rundfunk - Studio Franken

 

Weitere Vorstellungen: 16./17./19. - 22. & 27. – 30. Oktober 2010, jeweils 19.30 Uhr

 

Theaterkasse: Tel. 0911/974 24 00 • Fax 0911/ 974 24 44 • e-mail: theaterkasse@fuerth.de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑