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Uraufführung: CAMERA OBSCURA :: LENZ // Eine szenische Installation für je einen Zuschauer von Bernhard Mikeska, Lothar Kittstein, Alexandra Althoff [RAUM+ZEIT] (D), Nationaltheater WeimarUraufführung: CAMERA OBSCURA :: LENZ // Eine szenische Installation für je...Uraufführung: CAMERA...

Uraufführung: CAMERA OBSCURA :: LENZ // Eine szenische Installation für je einen Zuschauer von Bernhard Mikeska, Lothar Kittstein, Alexandra Althoff [RAUM+ZEIT] (D), Nationaltheater Weimar

Premiere: 19.08.2017, 18.00 Uhr, Park an der Ilm, Stern / Hotel Elephant. -----

Lenz ist in einer verzweifelten Lage. Seine Heimat hat er verlassen, sie ist ihm zu einer abstoßenden Fratze erstarrt. Der Liebeskummer ist sein ständiger Begleiter, doch dahinter stecken vielerlei Schmerzen. Sein Vater, ein religiöser Fanatiker, hat jeden Kontakt zu ihm abgebrochen.

Einen »Bettler« nennt sich der junge Dichter, hinter dem Arbeitslosigkeit, Hunger und Entbehrung liegen. Mit seinem Schreiben läuft er gegen die Gesellschaft Sturm. Lenz weiß nicht, wohin. Da bietet sich eine Zuflucht: Weimar. Hier lebt seit kurzem sein enger Freund Goethe, hier erhofft Lenz sich Anerkennung und Sicherheit.

 

Die neue Existenz erscheint ihm zunächst »halb wie ein angenehmer Traum«. Doch während Goethe in Weimar an Einfluss gewinnt, bleibt für Lenz in einer der kultiviertesten Gesellschaften Europas lediglich der Platz des unkonventionellen Spaßvogels. Wenige Monate nach seiner Ankunft wird er überraschend des Landes verwiesen. Goethe hat ihn fallengelassen. Lenz sieht sich »ausgestoßen aus dem Himmel als ein Landläuffer, Rebell« - und ahnt nicht, wie sehr das die Vision seiner eigenen, heimatlosen Zukunft ist.

 

Nach der vielbeachteten Arbeit »GOETHE :: VOM VERSCHWINDEN« für das Kunstfest 2016 entwickelt das Künstlertrio RAUM+ZEIT nun eine Inszenierung über den genialen, tragischen Antipoden des Weimarer Dichterfürsten. Ein Zimmer im legendären Hotel Elephant, der Ilmpark und die Straßen der Altstadt werden zu Spielorten für ein multimediales, intimes Schauspielertheater. Der Zuschauer begibt sich alleine auf einen Weg, der zu einer subjektiven Reflexion über Zugehörigkeit und Ausgestoßensein wird.

 

Zwischen 18.00 und 22.00 Uhr betritt alle 7 Minuten jeweils eine Person eine Installation, die am Stern im Park an der Ilm beginnt und u.a. in das Hotel Elephant führen wird.

 

Dauer ca. 60 Minuten.

 

Regie

Bernhard Mikeska

Text

Lothar Kittstein

Dramaturgie

Alexandra Althoff

Bühne & Kostüm

Hannah Petersen

Sounddesign

Julia Krause

Videodesign

Nicolai Hildebrandt

Projektmanagement

Jana Herkner

 

Mit

Sophie Hutter, Thomas Kramer

 

Eine Reservierung ist erforderlich, frühzeitige Buchung empfohlen.

Dem Wetter entsprechende Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen.

 

Weitere Vorstellungen außerhalb des Kunstfests:

(Tickets über das Deutsche Nationaltheater Weimar):

8.9. / ab 18:00

9.9. / ab 18:00

 

Produktion

Verein für Raum und Zeit e.V., Deutsches Nationaltheater Weimar, Kunstfest Weimar

Koproduktion

Theaterhaus Jena

Förderung

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes

Mit freundlicher Unterstützung durch die Klassik Stiftung Weimar und das Hotel Elephant

 

Koproduktion von RAUM + ZEIT, DNT und Kunstfest Weimar

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes

 

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