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Uraufführung: „Conversion_1“ - eine deutsch-amerikanische Chogeographie - Theater Heidelberg

Premiere 09. Juli 2014, 19.30 Uhr, im US-Hospital Heidelberg/Rohrbach. -----

Zusammenarbeit zwischen dem Theater und Orchester Heidelberg und der costa compagnie Hamburg. - Im Sommer 2013 verließ die US-Armee mit ihren knapp 8.000 Soldaten die Stadt Heidelberg. Ein historisches Ereignis, dem sich die costa compagnie aus Hamburg sowie das Theater und Orchester Heidelberg widmen.

 

Während dieser Spielzeit recherchierte das Team in Heidelberg, führte Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern durch. Erlebnisse und Gedanken aus fast 70 Jahren US-amerikanischer Präsenz wurden thematisiert. Anfang des Jahres reisten vier Künstlerinnen und Künstler des gemischten Teams in die USA. Auf ihrer knapp 5.000 Kilometer langen Reise sprachen sie mit zahlreichen ehemals in Heidelberg stationierten Soldaten und ihren Familien über deren Erinnerungen zwischen 1945 und 2013. So entstand ein vielschichtiges Bild der deutsch-amerikanischen Beziehungen.

 

Die über 40 Interviews sowie das entstandene Ton- und Bildmaterial bilden die Grundlage der Tanz-Performance CONVERSION_1. Aufführungsort ist die Turnhalle auf dem Gelände des früheren US-Hospitals in Rohrbach. Bevor in der derzeitigen Geisterstadt der Konversionsprozess voranschreitet, vieles abgerissen oder umgebaut wird, bietet CONVERSION_1 durch die Berichte der befragten Zeugen Einblicke in die Geschichte des Ortes. Tanz, Text, Video und Ton verschmelzen hier zu einer sinnlich-essayistischen Dokumentation. Welche Spuren hinterlässt die US-Armee in Heidelberg und bei den teilhabenden Personen? Wie beeinflusst der Mensch den Raum und der Raum den Menschen? Wo trifft Weltpolitik auf lokale Geschichten?

 

Die Künstlerische Leitung des Projekts liegt bei Felix Meyer-Christian der costa compagnie, der auch für die Texte verantwortlich zeichnet. Das Videomaterial erstellte Jonas Plümke. Choreografie und Tanz realisieren Paolo Amerio, Ana Laura Lozza, Lee Meir und die Performance erstellten Toni Jessen und Elena Nyffeler.

 

Das Projekt läuft über zwei Jahre und wird von der Kulturstiftung des Bundes im Fonds Doppelpass gefördert sowie von der Bundesanstalt für Immobilen ermöglicht. Als erste öffentliche Veranstaltung fand auf dem ehemaligen Kasernengelände ein Audiowalk mit Recherchematerialien statt. Nun erlebt das Publikum erstmals eine Uraufführung auf diesem Areal, in der ehemaligen Turnhalle. Die Zuschauer/innen dürfen auf die Nutzung des Geländes mit Mitteln der Kunst gespannt sein.

 

Nächste Termine: Do 10.07.2014, 19.30 Uhr; Fr 11.07.2014, 19.30 Uhr; So 13.07.2014, 17.00 Uhr (zum letzten Mal in dieser Spielzeit!)

 

Weitere Informationen und Tickets: www.theaterheidelberg.de; 06221/5820.000;

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