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Uraufführung: "Das Land, das ich dir zeige" von Mirjam Neidhart Roman von Peter Lotar im Theater Biel Solothurn

Solothurn: Donnerstag, 5. Mai 2011, 19.30 Uhr, Stadttheater

Biel: Freitag, 20. Mai 2011, 19.30 Uhr, Stadttheater. -----

 

Im Auftrag des Theater Biel Solothurn hat die Basler Autorin Mirjam Neidhart den 1985 erschienenen Roman „Das Land, das ich dir zeige“ von Peter Lotar (1910-1986) dramatisiert und für die Bühne bearbeitet.

 

 

Der im deutsch-tschechischen Prag aufgewachsene Lotar, der bei Max Reinhardt in Berlin Schauspiel studiert hatte, wirkte während des Zweiten Weltkriegs als Schauspieler und Regisseur am Städtebundtheater Biel-Solothurn.

 

In seinem Roman „Das Land, das ich dir zeige", der nun erstmals auf die Bühne kommt, beschreibt der Autor kenntnis- und detailreich seine Arbeit als Schauspieler und Regisseur am kleinsten Ensembletheater der Schweiz, das damals ein Zufluchtsort für von den Nazis bedrohte Künstler, aber auch die erste Bühne für spätere Schweizer Schauspielstars wie Heinrich Gretler, Stefanie Glaser, Elsie Attenhofer oder Margrit Winter darstellte.

 

Lotar gibt in seinem Roman nicht nur einen intimen Einblick in das älteste Stadttheater der Schweiz, sondern setzt sich als kritischer Zeitgenosse auch mit den schwierigen Jahren auseinander, in denen auch in der Schweiz die braune Ideologie durchschimmerte. Das Stück ist ein Stimmungsbericht aus einer Zeit, in der noch nicht sicher war, ob das Land unbeschadet aus den Kriegswirren hervorgeht. Auf eindrückliche Weise beschreibt „Das Land, das ich dir zeige“ damit ein brisantes Stück Schweizer Geschichte.

 

Die Inszenierung der Solothurner Schauspielleiterin Katharina Rupp soll als theatrale und filmische Reise an eine Zeit erinnern, die gerade auch von Künstlern Mut und persönliches Engagement erforderte. Auf der Bühne sind alle Darsteller in Mehrfachrollen zu sehen, mit Ausnahme von Max Merker, der Marek Truntschka, das Alter Ego von Peter Lotar, spielt.

 

Inszenierung Katharina Rupp

Bühne, Kostüme Vazul Matusz

Dramaturgie Silvie von Kaenel

Musik Olivier Truan

Video Christian Gritzner

Licht Samuel Schmid

Wissenschaftliche Mitarbeit Michaela Kuklova

 

Max Merker: Marek Truntschka (als Don Carlos, Orsino, Marinelli,

Porfirji)

Barbara Grimm: Françoise Moor, Vermieterin, Maria, Sekretärin, Wirtin,

Zdenka, Krankenschwester

Katja Tippelt: Frau in Italien, Vermieterin, Olivia, Svetluschka, Lena

Strub

Günter Baumann: Prager Künstleragent, Basler Theater-Direktor,

Washington, Carl Moor, Betrunkener, Kopecky,

tschechoslowakischer Gesandter, Theaterarzt

Dr. Ruchti, Vladja Grossmann

Thomas Schmidt: Grenzbeamter, Direktor Feiel, Herr Veraguth,

Eidgenössische Fremdenpolizei Bern, Leo, Bruder von

Lotar, Malvolio, Polizeipräsident, Herr von Hardenberg,

Raskolnikow, Assistenzarzt Dr. Bolliger, Verteidiger

René-Philippe Meyer: Grenzbeamter, Herr Feusi, Kantonale Fremdenpolizei

Solothurn, Hotelier in Italien, französischer Konsul,

Xaver Strub, Graf Appiani, Herr Bölsterli, Beamter

 

 

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