Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Der dritte Polizist" - Fahrradoper von Florian Bramböck, Tiroler Landestheater InnsbruckUraufführung: "Der dritte Polizist" - Fahrradoper von Florian Bramböck,...Uraufführung: "Der...

Uraufführung: "Der dritte Polizist" - Fahrradoper von Florian Bramböck, Tiroler Landestheater Innsbruck

6. Mai 2012, 19.30 Uhr, Kammerspiele. -----

Libretto von Doris Happl nach Flann O‘Brien. In Flann O’Briens Roman Der dritte Polizist passieren seltsame Dinge. Der junge Joe erbt Haus, Hof und einen Pub und den Verwalter Divney gleich mit dazu. Doch statt sich um sein Erbe zu kümmern, widmet er sich lieber den Studien des Gelehrten de Selby.

Seine Faszination für dessen vorsichtig ausgedrückt abstruse Theorien ist ungeheuerlich. Um jeden Preis will er eine Gesamtausgabe von de Selbys Schriften publizieren. Doch dafür fehlt ihm das Geld. Divney hat die passende Idee: Ein Raubmord an Philipp Mathers, geizig und unbeliebt. Gesagt, getan. Die beiden Männer schreiten zur Tat, ermorden den alten Mann, doch die erhoffte Beute für Joe bleibt aus. Divney hat sie „in Sicherheit gebracht“. Als er Joe nach geraumer Zeit in Mathers' Haus schickt, um das dort versteckte Geld zu holen, geht es erst richtig los,

 

in einer Parallelwelt, mit Polizisten, die scheinbar nur mit der Verhaftung von Fahrrädern beschäftigt sind, mit Menschen die sich langsam in Fahrräder verwandeln, surrealen Fluchtfahrten und „beinahe“-Hinrichtungen.

 

Neben Samuel Beckett und James Joyce gilt Flann O‘Brien heute als einer der bedeutendsten Schriftsteller Irlands. Seine Romane sind nicht nur sehr humorvoll geschrieben, sondern revolutionieren auch noch ganz nebenbei, so als wäre dies das Leichteste überhaupt, den modernen Roman. Der dritte Polizist, geschrieben 1940, ist eine sehr irische, ironische und irrwitzige Geschichte, die die Inspiration für Doris Happls erstes Opernlibretto lieferte. Der Innsbrucker Komponist und Jazzmusiker Florian Bramböck hat nach seinem erfolgreichen Operndebüt Hofers Nacht erneut eine Kammeroper für das TLT komponiert. Er reiht eine Vielzahl kurzer Szenen aneinander, das Spektrum reicht vom starken Rhythmus über Liebeslied und Moritat bis hin zur großen symphonischen Geste.

 

Inszenierung: Bettina Munzer

Musikalische Leitung: Hansjörg Sofka

Bühne & Kostüme: Erwin Bode

 

Mit:

Joe Mulrooney, der Held ……………………………… Matthias Wölbitsch

John Divney, Verwalter / Der Schaffotttischler …….. Andreas Mattersberger

Philip Mathers, ein reicher, alter Mann /

Fox, der dritte Polizist ………………………………….

Sebastian Kroggel

Mann im Pub 1 / Sergeant Pluck …………………….. Kenneth Derby

Mann in Pub 2 / Inspektor O’Corky ………………….. Michael Gann

Josephine, die Seele ………………………………….. Renate Fankhauser

Pegeen, die spätere Frau Divney …………………… Kristina Cosumano

 

Tiroler Symphonieorchester Innsbruck; Chor des TLT

 

Weitere Vorstellungen:

Mai: 10. (20.00 Uhr), 18. (20.00 Uhr)

Juni: 1. (20.00 Uhr), 10. (19.30 Uhr), 22. (20.00 Uhr)

Juli: 6. (20.00 Uhr)

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑