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Uraufführung "Die Reise nach Bugulma" in Düsseldorf

19. Februar 2006 um 19.30 Uhr im Kleinen Haus des Düsseldorfer Schauspielhauses, in der Reihe Das Neue Europa III – Warten auf die Barbaren?:

"Die Reise nach Bugulma" von Jáchym Topol

Unterstützt von der Kulturstiftung NRW, Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf und Union der Theater der Europa (U.T.E.)

 

Europa wird vom Terrorismus beherrscht. Der arbeitslose Prager Henker Eman, sein drogenabhängiger Sohn Jenda und der Großvater irren durch das eisige Simbirien – auf der Suche nach der sagenhaften Stadt Bugulma, der angeblich letzten Bastion des Kommunismus. So zumindest verheißt es ein geheimnisvolles Funkgerät. Karla, die Frau des Prager Henkers, und eine deutsche Schönheitschirurgin auf Extremurlaub sind unterdessen in die Gewalt der „wilden“ Simbirjaken geraten und werden von ihnen gezwungen, Leichen für die Ankunft Gottes zu präparieren. Da beginnt sich das Land zu erwärmen, und die unter dem Eis begrabene Geschichte Simbiriens taut wieder auf. Die ehemalige Leiterin eines Stalinlagers, Jerochymova, erscheint. Bugulma ist längst von den Terroren zerstört worden. Gibt es Hoffnung auf Rettung? „Die Reise nach Bugulma“ ist eine zynische Groteske zwischen gestern und morgen. Mit kommunistischen Genossen und künftigen EU-Bürgern.

Nach den erfolgreichen Uraufführungen von Andrzej Stasiuks „Nacht. Slawo-germanisch-medizinische Tragikfarce“ und Juri Andruchowytschs „Orpheus, Illegal“ ist „Die Reise nach Bugulma“ von Jáchym Topol die dritte Uraufführung in der Reihe „Das Neue Europa – Warten auf die Barbaren?“.

 

Jáchym Topol, der wohl bekannteste tschechische Schriftsteller seiner Generation, wurde 1962 in Prag geboren und war der Star des literarischen und musikalischen Underground. 1988 erschien sein erster Gedichtband „Ich liebe dich zum Irrsinn“, sein internationaler Durchbruch gelang ihm mit dem Roman „Die Schwester“ (1994). Es folgten „Engel EXIT“ (1995) und „Nachtarbeit“ (2001). „Die Reise nach Bugulma“ ist sein erstes Theaterstück.

 

Gustav Rueb wurde 1975 in der Schweiz geboren. 2000 war er Regiehospitant bei Peter Steins Expo-Faust und assistierte im Rahmen des Faust-Ensembles bei Horváths »Don Juan kommt aus dem Krieg« (Regie: Klaus-Michael Grüber). Von 2000 bis 2004 war er Regieassistent am Düsseldorfer Schauspielhaus. Hier inszenierte er 2001 »Effis Nacht« von Rolf Hochhuth, 2002 Ödön von Horváths »Ein Kind unserer Zeit« und 2004 die deutschsprachige Erstaufführung »Flimmern« von Toshirô Suzue.

Eman Dieter Prochnow

Jenda Johannes Allmayer

Alter Mann Winfried Küppers

Karla Constanze Becker

Ärztin Anke Schubert

Jerochymova Anke Hartwig

Mann am Bac Winfried Küppers

Simbirjaken Statisterie

Regie Gustav Rueb

Bühne Florian Etti

Kostüme Julia Wernhard

Musik Ole Schmidt

Dramaturgie Sybille Meier

 

Weitere Vorstellungen im März

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