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Uraufführung: "Glück im 21. Jahrhundert" im Wiener TAG

Premiere: 22. September 2007, 20 Uhr, THEATER AN DER GUMPENDORFER STRASSE.

 

„Näher am Paradies kann man auf diesem Planeten kaum leben. Eine stabile Demokratie. Ein Rechtsstaat, der auch die Schwachen schützt. Eine immer noch starke Wirtschaft… Warum sind wir nicht glücklich?“

 

Kai Hensel wirft einen Blick auf einen besonders sonnigen Flecken dieses Paradieses:

 

Johann, Anne, Jasmin, eine Familie, er in gehobener Position, sie, noch immer attraktiv, kümmert sich rührend um Haus und Garten, beide stolz auf ihre begabte Tochter im Volksschulalter. Schon meldet sich unser Unbehagen. Wir können Glück nur als Differenz zwischen uns und einem Ziel akzeptieren. Also setzt der Autor seine Modellfamilie auf die Überholspur gesteigerten Lebensstandarts, schickt sie auf kürzestem Weg in den Kampf gegen die Angst vor Versagen, gegen Sozialneid und Infektionsgefahr bis hin zur härtesten Prüfung: Ein Terroranschlag erschüttert die Wohlstandsgesellschaft, bringt Verkehr und Gebäude zum Einsturz, hinterlässt Verletzte und Tote, auch Jasmin ist dabei.

„Ihr habt kein Recht auf Unglück! Zu viele Menschen, zuviel Elend, nicht genug Unglück da für alle, die Reichen bitte hinten anstellen…“ verkündet der Engel des 21. Jahrhunderts. Da fassen die Eltern sich ein Herz und wollen nun immer glücklich sein - über den frisch geborenen Sohn, ihr reiches Leben und die Filmkarriere von Annes Füßen …

 

Mit analytischer Schärfe und bissiger Ironie liefert Kai Hensel (s)einen Theaterbeitrag zur Wertediskussion.

 

Inszenierung: Dana Csapo

Austattung: Andrea Hölzl

Mit: Hille Beseler, Barbara Horvath und Holger Schober

 

Eine Koproduktion mit dem „theater rampe stuttgart“

 

Spieltage: Mi.,Do.,Sa. – 20 Uhr, bis 20. Oktober 2007

 

brunchline: Samstag, 20. Oktober 11 Uhr

Zusatzvorstellung für stillende Eltern, Schichtarbeiter und Abendmuffel.

inkl. STANDARD-Frühstück (Kaffee, Kipferl & Zeitung)

 

Publikumsgespräch jeden Donnerstag im Anschluss an die Vorstellung!

 

Kai Hensel

• geboren 1965 in Hamburg

• mehrmonatige Reisen durch Europa, Afrika und Asien.

Regisseur an den Bühnen Lübeck (Inszenierungen u.a. von Goethe, Oliver Bukowski, Dostojewski), danach in Köln als Drehbuchautor für zahlreiche Shows, Serien und Spielfilme (u.a. Nominierung Max-Ophüls-Preis und Nominierung für den Bundesdrehbuchpreis für „Kismet“)

• seit 1999 in Berlin.

 

Drehbücher (Auswahl):

• KISMET, Kino

• VERHÄNGNISVOLLE DIAGNOSE, NDR

• DER TAG AN DEM BOBBY EWING STARB (Max-Ophüls-Preis 2005, Kino

 

Theaterstücke:

• KLAMMS KRIEG, UA: 17.November 2000, Staatsschauspiel Dresden

• PARTY MIT TOTEM NEGER, UA: 23.Juni 2000, TIF,

Staatsschauspiel Dresden

• WEG IN DEN DSCHUNGEL, UA: 20.November 2002,

Staatsschauspiel Dresden

• WELCHE DROGE PASST ZU MIR, UA 01.November 2003

Theater Freiburg

• SOMMER MIT MÄDCHEN, UA 30.September 2004, Staatstheater

Braunschweig

• DER FEIND BIST DU, UA 09. September 2007, Theater Oberhausen

• GLÜCK IM 21. JAHRHUNDERT, UA 29. September 2007, TAG, Wien

DAS MEERSCHWEINCHEN, UA 2007/08, Schauspiel Essen

 

Hörspiele:

• KLAMMS KRIEG, Hörspielproduktion des MDR, Erstsendung

im August 2001

• WEG IN DEN DSCHUNGEL, Hörspielproduktion von Radio

Bremen, Erstsendung August 2002

 

Preise:

• Fördergabe des Friedrich-Schiller-Gedächtnispreises, 2001

• Deutscher Jugendtheaterpreis für KLAMMS KRIEG, 2002

• Deutscher Kurzkrimipreis, 2002

• Baden-Württembergischer Jugendtheaterpreis, 2. Preis, 2006

 

 

 

 

 

 

 

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