Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
URAUFFÜHRUNG: HAUS AM SEE von Reto Finger im Schauspielhaus BochumURAUFFÜHRUNG: HAUS AM SEE von Reto Finger im Schauspielhaus BochumURAUFFÜHRUNG: HAUS AM...

URAUFFÜHRUNG: HAUS AM SEE von Reto Finger im Schauspielhaus Bochum

Premiere 6. Mai 2011 um 19.30 Uhr in den Kammerspielen. -----

 

Es sind die kleinen Dinge, die einen an früher erinnern. Im Fall des Unternehmers Robert Keller ist es der Blick über den See. Fünfundzwanzig Jahre hat es gedauert, bis es ihm endlich gelungen ist, sein Elternhaus zurückzukaufen.

 

Als Kind mussten er und seine Brüder es verlassen, als die Familie auseinanderbrach. Die Familie, das sind vor allem Roberts Brüder. Max, der Zweitgeborene, ist Prokurist in Roberts Firma. Und Michael, nun ja, war immer schon schwierig. Ist er nicht schuld, dass es seit damals keinen Kontakt mehr zu den Eltern gibt? Aber Schluss mit dem alten Familienzwist, schließlich hat Robert endlich dorthin eingeladen, wo sie alle glücklich waren: ins Elternhaus am See.

 

Und tatsächlich, die Brüder kommen, gemeinsam mit ihren Frauen. Doch eine ist dabei, die gar nicht eingeladen war. Vera, die keiner kennt und die doch alles von damals zu wissen scheint. Und die weiß, dass man unter den Rosenstöcken im Garten besser nicht zu tief graben sollte...

 

Dem Schweizer Autor Reto Finger ist es mit seinem neuen Stück gelungen, die Genres souverän zu vermischen. „Haus am See“ ist eine Komödie über drei ungleiche Brüder. Und es ist ein Krimi um einen lang zurückliegenden Fall, in den die Familie verstrickt ist. Und nicht zuletzt ist es ein Psychodrama um Schuld und Gewissen und die Hoffnung, dass man etwas ungeschehen machen kann, wenn man nur weit genug zurückgeht.

Reto Finger hat sein neues Stück für das Ensemble des Schauspielhauses Bochum geschrieben.

 

Reto Finger

geboren 1972 in Bern, aufgewachsen im Emmental, ist ursprünglich Jurist. Heute arbeitet er am Bezirksgericht Zürich, schreibt Theaterstücke und inszeniert. Für „Kaltes Land“ erhielt er 2005 den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik. Als Hausautor am Nationaltheater Mannheim entwickelte er die Reihe „Fingers Freunde“, die er auch am Schauspielhaus Zürich fortführte, und schrieb „Norma“ (UA in Mannheim 2010). Am Schauspiel Essen wurden sein Stück „Einer wie ich würde mich vom Springen auch nicht abhalten“ (2007) und seine Adaption des Romans „Transit“ von Anna Seghers (2010) uraufgeführt, am Schauspielhaus Zürich „Vorstellungen und Instinkte“ (2009).

 

Regie: Anselm Weber

Bühne: Alex Harb

Kostüme: Meentje Nielsen

Dramaturgie: Thomas Laue

 

Mit: Friederike Becht, Katharina Linder, Nicola Mastroberardino, Matthias Redlhammer, Michael Schütz, Anke Zillich

 

Die nächsten Vorstellungen: 11.5., 18.5., 28.5.

 

TIPP: DAS IST RETO FINGER

Der Schweizer Autor Reto Finger stellt sich im Gespräch mit Chefdramaturg Thomas Laue dem Publikum vor.

3. Mai 2011, Tanas, Eintritt frei

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑