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Uraufführung: "Ich wünsch mir eins" von Azar Mortazavi, Städtische Bühnen Osnabrück

Premiere 7.12.2012, 19.30 Uhr, emma-theater. -----

Laila will ein Kind: den Jungen, der in der Wohnung über ihr mit seiner teilnahmslosen Mutter lebt. Sie will sich um ihn kümmern, denn seine Schönheit erinnert sie an das eigene Fremdsein und die ferne Herkunft ihres Vaters: Arabien. George will Laila: ihre Schönheit, ihren Körper – so lange es dauert.

Dann verstößt er sie. Bevor ihn seine eigene Erbärmlichkeit einholt, muss sie verschwinden, bis zur nächsten Begegnung. Die unerwartete Rückkehr von Sahid, Lailas Vater und Georges Freund, rückt die Figuren aus der Isolation in ein neues Verhältnis zueinander.

 

Die junge deutsch-iranische Autorin Azar Mortazavi (*1984) entlässt die Figuren aus ihren Sehnsuchtswelten und verschafft sich durch ihren beherzten Zugriff auf die Welt eine ungewöhnliche Stimme unter den zeitgenössischen Autoren. So wie die treibende und raue, beinahe brutale Sprache der Dialoge umschlägt in eine befremdliche Poesie, so versuchen ihre Figuren ihrer Einsamkeit zu entkommen und den Aufbruch zu wagen.

 

Ich wünsch mir eins ist Mortazavis zweites Drama nach Todesnachricht (UA 13.1.2011 Pfalztheater Kaiserslautern). Am Tag nach der Premiere liest Azar Mortazavi im emma-theater aus ihrer

unveröffentlichten Erzählung Ein Lebensbericht.

 

Es inszeniert Annette Pullen, Leitende Schauspielregisseurin am Theater Osnabrück, die in der vergangenen Spielzeit mir der Uraufführung von Theresia Walsers Ein Stille für Frau Schirakesch zu den Autorentheatertagen nach Berlin eingeladen wurde.

 

Inszenierung Annette Pullen

Bühne/Kostüme Gregor Sturm

Dramaturgie Anja Sackarendt

 

Leila Andrea Casabianchi

George Thomas Kienast

Sybille Maria Goldmann

Sahid Oliver Meskendahl

 

Weitere Vorstellungen: 9./13./ 16.12.2012 und bis Juni 2013

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