Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: KONNTEST MICH MIT EINEM BLICKE LESENUraufführung: KONNTEST MICH MIT EINEM BLICKE LESENUraufführung: KONNTEST...

Uraufführung: KONNTEST MICH MIT EINEM BLICKE LESEN

18. Januar 2008, 20.00 Uhr im Renaissance-Theater Berlin

Johann Wolfgang Goethe / Frank Hoffmann

Ein Abend mit Hannelore Elsner

 

Sie kehrt auf die Bühne zurück. Für einen Abend, der ihr allein gewidmet ist. Hannelore Elsner, die große Frau des deutschen Films.

 

 

Die unberührbare. Die populäre Fernsehschauspielerin. Die Kommissarin. Aber auch da spielen sich die Fälle innen ab. Das macht sie menschlich. Elsner deckt die Psyche auf, die eigene und die der anderen Figuren. Atemberaubend.

 

Jetzt nähert sich Hannelore Elsner Johann Wolfgang Goethe. Behutsam, aber bestimmt entwirft sie ihr Bild von dem Autor, der wie kein anderer von sich behauptete, sein Bild von der Frau sei unauflöslich, seine "Idee von den Frauen" sei ihm ganz eigen: Meine Idee von den Frauen ist nicht von den Erscheinungen der Wirklichkeit abstrahiert, sondern sie ist mir angeboren oder in mir entstanden, Gott weiß wie. So Goethe zu Eckermann ein paar Jahre vor seinem Tod. Das "ewig Weibliche", das Faust „hinanzieht“, ist denn auch mehr als eine Gestalt, es ist ein Prinzip, eine Idee, ein elementares Gefühl.

 

Regisseur Frank Hoffmann skizziert das Konzept für diesen Abend und sein Klima so: eine Schauspielerin, eine Frau, ein Körper unterwegs allein in einem zeitlosen Raum, dem Raum der Bühne. Sie liest und spricht Goethe. Sie durchschreitet viele Stationen. Sie ist Friederike, Lotte, Marianne. Und andere Frauen.

 

Auf Goethes Spuren. Und weit darüber hinaus. Ein Abend mit Text und Musik. Rei Nakamura spielt Beethoven, René Nuss schlägt den Bogen zu heute. Ein Abend voll poetischer Zeit. So persönlich wie alles, was diese Schauspielerin anfasst. Sie beginnt bei Goethe, und sie landet in der Moderne. Eine Frau von heute.

 

Am Flügel: Rei Nakamura

Percussion und Keyboards: René Nuss

 

Regie Frank Hoffmann

Bühne Christoph Rasche

Kostüme Sophie Jung

 

Eine Koproduktion des Théâtre National du Luxembourg und der Ruhrfestspiele Recklinghausen in Zusammenarbeit mit dem Renaissance-Theater Berlin

 

Spieldauer ca. 1 Stunde 20 Minuten. Keine Pause.

 

weitere Vorstellungen

am 19. und 20. Januar 2008

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑