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Uraufführung: KRIEGERIN nach dem Film von David Wnendt - GRIPS Theater Berlin

Premiere am 11.11.15, 19.30 Uhr, GRIPS Theater am Hansaplatz. -----

Jung, weiblich, rechtsradikal. Marisa ist 18, Neonazi, schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Mit Rasul, einem 14-jährigen Geflüchteten prallen Welten aufeinander.

Ende 2013, kurz bevor 'besorgte Bürger' die Pegida gründeten, begann das GRIPS Theater sich mit dem Thema Rechtsextremismus zu beschäftigen. „Bei David Wnendts Film „Kriegerin“ gefiel uns u.a. der Aspekt, ob ein Funke Menschlichkeit das starre rechtsextreme System zumindest irritieren kann“, so der Künstlerische Leiter Stefan Fischer-Fels. An dem Stoff war die Dramatikerin Tina Müller bereits dran. Intensive Recherchen folgten.

 

Es ist ein hartes, aber wichtiges Stück geworden. Traurigerweise aktueller denn je. "Für mich ist es sehr schmerzlich, dass uns die Realität geradezu überholt hat“, sagt Tina Müller zu den gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Monate. "Dass sich Neonazi-Szenen, die ich mir ausdachte, plötzlich vielerorts abspielen. Da wurde mir regelrecht schlecht beim Arbeiten.“ Eine ihr wichtige Erkenntnis aus den eineinhalb Jahre Recherche: „Selbst nach dieser intensiven Recherche bin ich nicht in der Lage, mich in den Kopf eines Neonazis zu versetzen. Ich kann noch so lange versuchen, einen tiefliegenden, wahren Grund dieses Hasses zu erfassen, ich finde nichts, was ihn rechtfertigt. Es geht also nicht darum, irgendetwas daran zu begreifen. Sondern nur darum, sich diesen verqueren Gedanken, wann immer sie irgendwo auftauchen, mit aller Kraft in den Weg zu stellen.“

 

Für ihr Stück und für die Uraufführung im Berliner GRIPS Theater wünscht sie sich, "dass auch Menschen, die sich wie ich in ihrem Umfeld total sicher fühlen, realisieren, dass es uns alle was angeht, in welche Richtung sich unsere Gesellschaft entwickelt. Nazis haben viele Gesichter, rassistisches Gedankengut versteckt sich vielerorts, auch dort, wo wir es erst mal nicht erwarten. Sogar in uns selbst. Das immer wieder zu erkennen und zu bekämpfen, ist eins meiner persönlichen Ziele. „

 

Theaterstück für Menschen ab 14

nach dem Film von David Wnendt

Theaterfassung von Tina Müller

 

Regie Robert Neumann

Bühne und Video Silke Pielsticker

Kostüme Jan A. Schroeder

Musik Öz Kaveller

Parkourtrainer Franz Schönberger, ParkourOne

Dramaturgie Kirstin Hess

 

Melanie / Jana / Andrea, Svenjas Mutter Esther Agricola

Rasul, junger Geflüchteter / Markus, Malerlehrling / Olek Lorris Andre Blazejewski

Lupo / Amidou / Detlef, Markus' Vater Christian Giese

Sandro, Marisas Freund / Jamil, Rasuls Bruder Paul Jumin Hoffmann

Marisa, angehende Erzieherin / Niku Alessa Kordeck

Svenja / Meret Maria Perlick

Oliver, Svenjas Stiefvater / Clemens, Politiker René Schubert

Bea, Marisas Mutter / Frau Kachel, Heimleiterin / Warda, Imbißbesitzerin Regine Seidler

Musik / Gesang Öz Kaveller

 

Theaterpädagogik Matin Soofipour und Ellen Uhrhan

 

Fr, 13.11.2015, 19.30 Uhr

Di, 24.11.2015, 18.00 Uhr

Mi, 25.11.2015, 11.00 Uhr

Do, 26.11.2015, 11.00 Uhr

 

Dez Mi, 09.12.2015, 18.00 Uhr

Do, 10.12.2015, 11.00 Uhr

ausverkauft

 

Fr, 11.12.2015, 11.00 Uhr

 

Jan Mo, 11.01.2016, 18.00 Uhr

Di, 12.01.2016, 11.00 Uhr

Mi, 13.01.2016, 11.00 Uhr

 

Feb Di, 09.02.2016, 18.00 Uhr

Mi, 10.02.2016, 18.00 Uhr

Do, 11.02.2016, 11.00 Uhr

 

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