Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: LOVE IT OR LEAVE IT! Ein Projekt von Nurkan Erpulat & Tunçay Kulaoğlu, Maxim Gorki Theater BerlinUraufführung: LOVE IT OR LEAVE IT! Ein Projekt von Nurkan Erpulat & Tunçay...Uraufführung: LOVE IT OR...

Uraufführung: LOVE IT OR LEAVE IT! Ein Projekt von Nurkan Erpulat & Tunçay Kulaoğlu, Maxim Gorki Theater Berlin

Premiere am 11. November 2016, 19.30 Uhr. -----

Als Nurkan Erpulat im Sommer in der Türkei für Love it or leave it! recherchierte, erlebte er den aktuellen Putsch als Déjà-vu des Putsches von 1980. Damals war der Exodus einer ganzen Generation kritischer Menschen die Folge: Wer das Land nicht verlassen konnte, musste schweigen oder mit der Gewalt des Staates rechnen.

Und heute? Jenseits der sich seit Juli überschlagenden Ereignisse in der Türkei blickt Love it or leave it! hinter die Fassaden einer Republik, die sich seit ihrer Gründung in einem Teufelskreis zu befinden scheint.

 

Nurkan Erpulat und sein Team folgen den Mechanismen und Strukturen im Alltag zwischenmenschlicher Beziehungen, in denen die Seele dieses zerrissenen Landes hörbar wird. Episodenhaft fügen Sie die Grundmotive zu einem Psychogramm der Gesellschaft zusammen: Glück, Gehorsam, Verleugnung und Flucht scheinen dabei ebenso unverzichtbar wie der Traum, das ganze Kartenhaus zusammen zu halten.

 

Texte Emre Akal

Regie: Nurkan Erpulat

Bühne und Kostüme Alissa Kohlbusch Musik Philipp Haagen Dramaturgie Tunçay Kulaoğlu

 

Mit: Lea Draeger, Aylin Esener, Philipp Haagen, Tim Porath, Taner Şahintürk, Mehmet Yılmaz

 

Nachdem im Festival Uniting Backgrounds schon mehrere Produktionen aus der Türkei zu sehen waren, präsentiert das Gorki weitere Perspektiven von türkischen Künstlern und Denkern: Der preisgekrönte, investigative Journalist Can Dündar, bis vor kurzem Chefredakteur der Tageszeitung Cumhuriyet, schreibt neben Mely Kiyak regelmäßig eine Theater Kolumne über sein Leben als Neu-Berliner. Can Dündars Theater Kolumne wird jeden ersten Montag im Monat auf gorki.de und im Newsletter veröffentlicht. Auf Türkisch, Deutsch und Englisch. Die erste Ausgabe „Die Deutsche Uhr/ Almaan Saati“ finden sie hier.

 

Außerdem spielen Hakan Vreskala & Band im Rahmen ihrer Deutschlandtournee im Studio Я des Gorki. Mit kurdischen und türkischen Texten verbindet Hakan Vreskala Stile wie Punk, Rock, Balkan, Rap und Ska. (17.November, 20.30 Uhr Studio Я)

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑