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Uraufführung: „Phalli“ von Raoul Biltgen, Theater an der Gumpendorfer Strasse in Wien

Premiere am Mi 24. März 2010

 

Drei Männer. Drei Penisse. Sie reden darüber. In Zeiten der sexuellen Überflutung durch TV und Internet residiert in den Schlafzimmern biederste Schamhaftigkeit.

Besonders Männer verstecken sich gerne hinter der Annahme, derbe Witze und alkoholgetränkte Pseudogespräche wären zur Behandlung des Themas genug.

 

Nicht so Raoul Biltgen, Sven Kaschte und Giuseppe Rizzo. Sie wollen mit Vorurteilen und Geheimniskrämereien aufräumen. In ihrem so informativen wie vergnüglichen Abend reden sie von Vor- und Nachteilen der Selbstbefriedigung, über die empfehlenswertesten Techniken des Blowjobs bis zum ewigen Thema Schwanzlängen. Sie reden einfach über alles.

Und noch ein wenig mehr.

 

Mit „Phalli“ präsentiert die Plaisiranstalt ihre erste Bühnenproduktion und greift damit gleich ins Volle: Drei Männer reden über ihr Gehänge. So einfach und zugleich eindringlich kann moderne Dramaturgie sein. Denn dass an einem solchen Abend weit mehr, als nur ein paar nullachtfünfzehn-Tipps zum Umgang mit dem Genital vermittelt werden, davon kann und muss man ausgehen.

 

Die Plaisiranstalt mit Raoul Biltgen, Sven Kaschte und Giuseppe Rizzo

 

Mit herzlichem Dank an: Paola Aguilera, Eva-Maria Schachenhofer und Barbara Schubert

 

Raoul Biltgen

Raoul Biltgen ist in Luxemburg geboren und aufgewachsen. Nach seiner Schauspielausbildung am Konservatorium der Stadt Wien war er drei Jahre als Schauspieler im Ensemble am Vorarlberger Landestheater Bregenz, anschließend als Dramaturg am Theater der Jugend in Wien engagiert. Seit 2003 lebt er als freier Schauspieler, Dramaturg und Schriftsteller in Wien. Neben mehreren Buchveröffentlichungen (zuletzt: einer spricht, Monologe, Op der Lay, 2007), hat er zahlreiche Theaterstücke mit Uraufführungen und Inszenierungen in Österreich, Deutschland und Luxemburg (u.a. am Schauspielhaus Wien, TAG Wien, Vorarlberger Landestheater Bregenz, Landestheater Linz, Théâtre National du Luxembourg) geschrieben.

 

Sven Kaschte

Sven Kaschte verbrachte die ersten 21 Jahre seines Lebens in München. Nach seiner Schauspielausbildung in Salzburg zog er für zwei Jahre nach Wilhelmshaven als festes Ensemblemitglied an der dortigen Landesbühne-Nord. Seit 2004 lebt er als freischaffender Schauspieler in Wien. Zuletzt spielte er am Landestheater Linz („Candide Oder Der Optimismus“; „Tristan und Isolde“; „Ein Schaf fürs Leben“), am Wiener Ensemble-Theater („Amphitryon“) und am Schauspielhaus Salzburg („Romeo und Julia“). Zurzeit steht er in „Moby Dick“, einer Koproduktion des Landestheaters Linz mit dem Dschungel Wien, auf der Bühne.

 

Giuseppe Rizzo

In der Schweiz geborener Italiener, studierte Giuseppe Rizzo Medizin an der Universität in Zürich und Schauspiel am Konservatorium der Stadt Wien. Schon während der Schauspielausbildung spielte er u.a. am Theater in der Josefstadt in Wien und bei den Salzburger Festspielen. Nach Abschluss des Schauspielstudiums im Jahr 2000 wurde er am Bayerischen Staatstheater ins Ensemble engagiert. Nach München folgte Frankfurt am Main, wo er am „schauspielfrankfurt“ während vier Spielzeiten mit RegisseurInnen wie Dimiter Gotscheff, Thirza Bruncken, La fura dels baus, Marc von Henning, André Wilms, u.v.m. erfolgreich arbeitete. Seit 2005 spielt er wieder vermehrt in Österreich.

 

Paola Aguilera

geboren in Santiago de Chile absolvierte sie ihr Schauspielstudium am Konservatorium der Stadt Wien. Paola Aguilera ist Gründerin und Leiterin des Theatervereins toc in Wien. 1999 machte sie ihr Regie-Diplom an der Moving Academy for Performing Arts MAPA (Amsterdam/Berlin). Als Schauspielerin und Regisseurin ist Paola Aguilera international tätig. 2006/07 war sie Oberspielleiterin am Schauspielhaus Salzburg und 2007/08 im Leitungsteam des Ensemble Theaters in Wien. Paola Aguilera war als Regisseurin bei „quick’n’dirty“ 2007 und bei „Rashomon-was wirklich wahr“ 2009 zu Gast im TAG.

 

Eva-Maria Schachenhofer

Seit 1983 Dramaturgin an verschiedenen Häusern in Wien, freie Dramaturgien, szenische Lesungen. Lektorats- und Tutoriumstätigkeit an der Uni Wien, Beiratstätigkeit MA 7, Bund und LiterarMechana, Mitarbeit an verschiedenen Forschungstätigkeiten Uni Wien, Ausstellungsmitarbeit. Symposiumsorganisation.

 

Barbara Schubert

Studium Internationale Entwicklung und Französisch an der Universität Wien. Medienpädagogische Arbeit für das wienXtra medienzentrum, Radiomacherin bei ORANGE 94.0, programmverantwortliche Mitarbeiterin beim Kurzfilmfestival VIS Vienna Independent Shorts. Regiesassistenzen für Paola Aguilera am Ensembletheater („Amphitryon“) und Hoftheater Gossam („Herr Ritter von der traurigen Gestalt“).

 

Weitere Vorstellungen am Do 25., Fr 26., Sa 27., Mo 29., Di 30. und Mi 31. März 2010, Beginn jeweils 20 Uhr

(auf Wunsch anschließend zur Show offene Fragerunde)

 

 

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