Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: „Pym“, Oper von Johannes Kalitzke, Auftragswerk des Theaters Heidelberg Uraufführung: „Pym“, Oper von Johannes Kalitzke, Auftragswerk des Theaters...Uraufführung: „Pym“,...

Uraufführung: „Pym“, Oper von Johannes Kalitzke, Auftragswerk des Theaters Heidelberg

Premiere Do 18.02.2016, 19.30 Uhr, Marguerre-Saal. -----

Der Held Arthur Gordon Pym geht auf eine Reise über das Meer. Er ist blinder Passagier, Schiffbrüchiger, Expeditionsreisender. Katastrophen türmen sich auf. Er sieht seltsame Fabelwesen, gerät in eine vollkommener weiße Region nahe dem Südpol.

Es regnet weiße Asche. Das Meer kocht milchig weiß. Schließlich wird er von einem Meeresschlund eingesogen, eine überirdische Gestalt vor Augen …

 

Abenteuerlich, rätselhaft, traumartig ist der Roman „Die Geschichte des Arthur Gordon Pym aus Nantucket“ (erschienen 1838) von Edgar Allan Poe. Der bedeutende Komponist Johannes Kalitzke, der 2016 auch Komponist für Heidelberg ist, (eines seiner Werke ist am 24.02. im Rahmen des 5. Philharmonischen Konzertes zu hören), war von diesem Stoff fasziniert und wurde zu dessen Vertonung inspiriert. Gemeinsam mit dem Librettisten Christoph Klimke erarbeitete er ein Surrogat des Romans für die Oper. Den dramatischen Szenen der literarischen Vorlage Poes wurden lyrische Passagen des 20. Jahrhunderts entgegengestellt: Zwischenspiele des Innehaltens, die hörbar machen, wie sehr die Meeresfahrt, die bei aller überbordenden Drastik und Üppigkeit der Szenen, nur die äußere Hülle einer Reise ins Reich der Phantasie ist. Und damit ist das gerade das Richtige für den Regisseur Johann Kresnik, der von Haus aus Choreograf war und ist. In Heidelberg ist er kein Unbekannter; legte er doch hier den Grundstein für seine nationale und internationale Karriere. Auch inszenierte er am Heidelberger Theater bereits die Uraufführung „Sammlung Prinzhorn“.

 

Gerade das Phantastische, Ungewohnte, Abgründige des Stoffes reizt Kresnik farbig-hintergründige, dramatisch dynamisierte Bilder entstehen zu lassen.

 

Libretto von Christoph Klimke nach dem Roman The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket von Edgar Allan Poe (1838) und mit Texten von Walter Benjamin und Fernando Pessoa

 

Auftragswerk des Theaters und Orchesters Heidelberg

 

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung Elias Grandy

Regie Johann Kresnik

Bühne Marion Eisele

Kostüme Erika Landertinger

Sound Andreas Breitscheid

Dramaturgie Heribert Germeshausen | Christoph Klimke

 

Arthur Gordon Pym Kangmin Justin Kim

Augustus Ipča Ramanović

Peters Wilfried Staber

Kapitän Guy Ks. Winfrid Mikus

Weiße Figur Namwon Huh

Parker David Daniel Reem

Maat Philipp Stelz

Koch Dagang Zhang

Barard David Otto

Vokalquartett

Sopran Rinnat Moriah

Alt Elisabeth Auerbach

Tenor Young-O Na

Bass Zachary Wilson

Tänzer Juan Corres Benito, Charlie Fouchier, Andrew Pan, Sylvana Seddig, Osvaldo Ventriglia, Yoshiko Waki

Statisterie des Theaters und Orchesters Heidelberg

Philharmonisches Orchester Heidelberg

 

Weitere Termine

Sa 20.02.2016, 19.30 Uhr

Fr 04.03.2016, 19.30 Uhr

Mo 14.03.2016, 19.30 Uhr

Di 12.04.2016, 19.30 Uhr

Fr 22.04.2016, 19.30 Uhr

Do 05.05.2016, 19.00 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑