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Uraufführung: "reicht es nicht zu sagen ich will leben", stückentwicklung von claudia grehn und darja stocker im Deutschen Nationaltheater Weimar

Premiere: Donnerstag, 30. Juni 2011 / 20.00 Uhr / e-werk, Maschinensaal. -----

 

Zwei Städte, zwei Theater, zwei Autorinnen. In einer Stückentwicklung suchen das DNT Weimar und das Centraltheater Leipzig nach Geschichte(n) und Mythos dieser beiden Städte, nach deutschen Zuständen im Heute und in der Vergangenheit.

 

Basierend auf Gesprächen der Autorinnen Claudia Grehn und Darja Stocker mit Menschen aus Weimar und Leipzig kristallisieren sich Figuren und Geschichten heraus, die Eingang in ihren dramatischen Text

finden. Dabei entsteht ein Kaleidoskop unterschiedlichster Biographien, Geschichten und Lebensentwürfe, stets verbunden mit der Frage nach möglichen Wegen der Verweigerung und des Aufbegehrens gegen die Mainstream-Gesellschaft.

 

Wie kann Widerstand formuliert werden? Wie können die Individuen einer verstörten Gesellschaft aus ihren jeweiligen Referenzräumen heraus wieder zu Handelnden werden? Welchen Handlungsspielraum

haben wir, wenn nahezu alle Widerstandsstrategien vom kapitalistischen System einverleibt wurden?

 

Das Schreiben und Weiterschreiben auf der Bühne ist Prinzip: Grundlage ist ein nicht „fertiger“ Text der Autorinnen, der während der Probenarbeit gemeinsam mit dem Schauspielensemble aus Weimar und Leipzig weiterentwickelt wird. Das Publikum wird schließlich auf Figuren treffen, die von ihren persönlichen Geschichten zwischen Anpassung und Rebellion erzählen.

 

Nora Schlocker wird sich mit dieser Arbeit als Hausregisseurin des DNT vom Weimarer Publikum verabschieden und nach den Schmutzigen Händen einmal mehr Formen von Auflehnung, Protest, Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Liebe ausloten.

 

Claudia Grehn, geboren 1982 in Wiesbaden, studiert seit 2005 Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. 2007 wurde ihr für Heimlich bestialisch der Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker verliehen, 2010 erhielt sie den Förderpreis für neue Dramatik des Theatertreffen Stückemarktes für ihr Stück Ernte.

 

Darja Stocker, geboren 1983 in Zürich und ebenfalls Studentin des Szenischen Schreibens an der UdK Berlin, bekam für Nachtblind 2005 den Ersten Preis des Heidelberger Stückemarktes verliehen und wurde zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. 2008 inszenierte Armin Petras die Uraufführung ihres Stückes Zornig geboren bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen.

 

Eine Koproduktion von DNT Weimar / e-werk und Centraltheater Leipzig / Skala

 

Regie: Nora Schlocker

Bühne: Steffi Wurster

Kostüme: Sanna Dembowski

Dramaturgie: Elisa Liepsch, Hans-Peter Frings, Johannes Kirsten

 

Mit: Jeanne Devos, Carolin Haupt, Linda Pöppel, Barbara Trommer; Markus Fennert, Hagen

Ritschel

 

Weitere Vorstellungen:

Sa, 2.7.11 / 20.00 Uhr / e-werk, Maschinensaal

Sa, 9.7.11 / 20.00 Uhr / e-werk, Maschinensaal

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