Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: Roland Schimmelpfennig, "Der goldene Drache", Burgtheater WienUraufführung: Roland Schimmelpfennig, "Der goldene Drache", Burgtheater WienUraufführung: Roland...

Uraufführung: Roland Schimmelpfennig, "Der goldene Drache", Burgtheater Wien

Premiere 5. September 2009 um 19.00 Uhr im Akademietheater

 

Ein Thai-China-Vietnam-Schnellrestaurant mit dem Namen „Der goldene Drache”, irgendwo in Europa. Fünf Asiaten arbeiten in der engen Küche, einer von ihnen ist ein junger Chinese, gepeinigt von Zahnschmerzen.

Eine Aufenthaltsgenehmigung hat er nicht. Auf dem Balkon über dem Restaurant steht ein alter Mann mit einem großen Wunsch, den ihm niemand erfüllen kann, auch seine Enkelin nicht. In der Nähe tut eine Grille alles für eine Ameise, um nicht zu verhungern oder zu erfrieren, obwohl der Winter längst vorbei ist. Dem jungen Liebespaar in der Dachwohnung des Hauses passiert etwas, das auf keinen Fall passieren sollte. Eine Etage tiefer verlässt eine Frau, die ihren Mann nie verlassen wollte, ihren Mann. Der benachbarte Lebensmittelhändler entdeckt ein ungeahnt lukratives Nebengeschäft. Eine Stewardess stößt in ihrer Thai-Suppe auf etwas, was da nicht hinein gehört, und der Junge aus China findet auf einem anderen Weg in seine Heimat zurück, als er sich gewünscht hat.

 

Roland Schimmelpfennig, der zurzeit meistgespielte Gegenwartsdramatiker Deutschlands, dessen Stücke in über 40 Ländern aufgeführt werden, war zuletzt am Schauspielhaus Zürich und am Deutschen Theater Berlin als Regisseur tätig. Seine Stücke zeichnen sich oftmals durch eine überraschende Schnitttechnik und einen lakonischen, liebevollen Blick auf die Menschen aus. Mit poetischer Leichtigkeit stellt er anhand innovativer Erzählformen unsere Begriffe von Zeit, Raum, Geschlecht und Herkunft in Frage. In seinen Dramen blitzt Phantastisches, Grauenhaftes und Weltbewegendes mitten im Alltäglichen auf. Roland Schimmelpfennig formuliert nicht aus, er lässt seinen Figuren und Geschichten ihr Geheimnis, er verführt den Zuschauer nicht zur Identifikation, sondern zur Wahrnehmung.

 

Regie: Roland Schimmelpfennig

Ausstattung: Johannes Schütz

Dramaturgie: Amely Haag

Licht: Felix Dreyer

 

Ein junger Mann (der Großvater, ein Asiate, die Kellnerin, die Grille)

Philipp Hauß

 

Eine Frau über sechzig (die Enkeltochter, eine Asiatin, die Ameise, der Lebensmittelhändler)

Barbara Petritsch

 

Ein junges Mädchen (der Mann mit dem gestreiften Hemd,ein Asiate mit Zahnschmerzen,der Barbiefucker)

Christiane von Poelnitz

 

Ein Mann über sechzig (ein junger Mann, ein Asiate, die zweite Flugbegleiterin)

Johann Adam Oest

 

Ein Mann (die Frau in dem Kleid, ein Asiate, die erste Flugbegleiterin)

Falk Rockstroh

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑