Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Rubens und das nichteuklidische Weib" bei der RuhrTriennaleUraufführung: "Rubens und das nichteuklidische Weib" bei der RuhrTriennaleUraufführung: "Rubens...

Uraufführung: "Rubens und das nichteuklidische Weib" bei der RuhrTriennale

Ein Spiel von Péter Esterházy mit Musik, Deutsch von György Buda

Premiere 2. September um 19:30 Uhr

Spielstätte: Kraftzentrale/Landschaftspark Duisburg Nord.

Er gilt als einer der größten Maler der Welt, bewundert von Rembrandt, Van Dyck und all den anderen Genies, die ihm folgen: Peter Paul Rubens, 1577 im westfälischen Siegen geboren, industrialisierte die Kunst und baute eine der größten Malerwerkstätten Europas auf.

Doch damit nicht genug: Er war bis kurz vor seinem Tod auch einer der einflussreichsten Diplomaten – und das gleich im Auftrag verschiedener Höfe. Der ungarische Schriftsteller Péter Esterházy konfrontiert in seinem Theaterstück diesen weltgewandten und zeitweise gichtgeplagten Star der Kunst und Politikszene mit historischen Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Epochen und unternimmt damit den Versuch, dem Geheimnis Rubens’ auf die Spur zu kommen. Komplementär dazu wird der Dirigent Reinhard Goebel mit dem Ensemble Musica antiqua Köln jene Musik interpretieren, die Rubens bei seinen Aufenthalten an Europas Königshäusern gehört hat. Die Reise durch dieses prall gefüllte Leben wird der junge Video-Künstler und Regisseur Philipp Stölzl ins Bild setzen.

 

»Was ist größer, der Tod oder die Gicht? Kann der größte Maler der Welt ein mittelmäßiger Toter sein? Wie kann man in Siegen geboren werden? Ist die Welt malbar? Was sagte Schiele zu Rubens? Was verstehen wir unter einer Arsch-Arie? ist es wahr, dass jeder einzelne Arsch auf den Rubens-Bildern (auch die Pferdeärsche!) vom Meister selbst gemalt wurde, dass er dabei die Gehilfen einfach verjagt hat, auch den süßen Van Dyck, dass er sie weggestoßen, dann tief Luft geholt hat, und dann ...? Wer wird (wurde) Weltmeister bei der WM? Was lernte Rubens – konkret – vom Mathematiker Gödel? Stimmt es, dass der Autor (wer auch immer er sei) seit Wochen von wonniglich stattlichen Frauen mit königlichen hüften, rosigen Schenkeln und mächtigen Ärschen träumt, und was folgt daraus in Bezug auf die Träume des Publikums? Und erhalten wir wohl von der Vorstellung eine Antwort auf diese Fragen? Oder auf andere Fragen? Gibt es überhaupt Fragen, auf die wir eine Antwort bekommen? Oder kommt es wie üblich: Wir bekommen Fragen auf Antworten?« Péter Esterházy

 

Ein Auftragswerk der RuhrTriennale.

Mit freundlicher Unterstützung der RAG Aktiengesellschaft –

Hauptsponsor der RuhrTriennale.

 

Regie, Bühne:

PHILIPP STÖLZL

Musikalische Leitung :

REINHARD GOEBEL

Kostüme : Kathi Maurer

Licht: Georg Veit

Video: Stefan Kessner, Max Stolzenberg

Dramaturgie : Jan Dvorak

Mit:

Christoph Bantzer, Angelica Böttcher, Matthias Brenner, Philip Langridge, Torsten Ranft, Hans-Michael Rehberg, Musica Antiqua Köln

 

Weitere Vorstellungen:

3., 5., 7., 8., 11., 12. September

 

Einführungen:

2., 5., 11. September

Die Einführung beginnt jeweils 45 min vor Spielbeginn

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑