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Uraufführung: "Schwarze Bären oder Die Erfindung der Republik!" Eine musikalische Wirtshauskomödie von Kai-Ivo Baulitz (Text) und Dietrich Eichmann (Musik) im Nationaltheaer WeimamrUraufführung: "Schwarze Bären oder Die Erfindung der Republik!" Eine...Uraufführung: "Schwarze...

Uraufführung: "Schwarze Bären oder Die Erfindung der Republik!" Eine musikalische Wirtshauskomödie von Kai-Ivo Baulitz (Text) und Dietrich Eichmann (Musik) im Nationaltheaer Weimamr

Premiere: 25. Mai 2014, 20 Uhr, E-Werk. -----

Den Ausgangspunkt der Stückentwicklung von Regisseur Enrico Stolzenburg mit dem Autor Kai-Ivo Baulitz und dem Komponisten Dietrich Eichmann bildete die Beschäftigung mit Weimar als Ort der Durchreise, der Zuflucht und des Sinnierens.

Im Rahmen eines Workshops haben sie gemeinsam Sängersolisten und Schauspielern des Ensembles Antworten auf die Frage gesucht: Was treibt die Millionen Weimar-Pilger eigentlich um, die

bis heute in die Stadt kommen?

 

Basierend auf den szenischen und musikalischen Improvisationen der Beteiligten entstanden acht fiktive Figuren. Sie wurden zu den Protagonisten der musikalischen Wirtshauskomödie, die am Vorabend der Eröffnung der Nationalversammlung in einem heruntergekommenen Weimarer Gasthof spielt. Auf der Suche nach einem Zimmer in der überfüllten Stadt treffen dort eine obdachlose Gräfin und ihre Zofe, ein traumatisierter Kriegsveteran, eine Nudistin, ein koreanischer Flüchtling, eine Frauenrechtlerin, ein Abgeordneter und der Wirt Moustache aufeinander. Alle wollen vergessen, was war, und keiner von ihnen weiß, was werden wird. Das Dach stürzt ein, der Boden tut sich auf Musik!

 

Enrico Stolzenburg, studierte Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität und Regie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Seitdem inszeniert er an der Schaubühne Berlin, am Theater Freiburg, am Theater Konstanz und am Theater Magdeburg. Produktionen führten ihn zudem mehrfach ins Ausland, etwa zu Festivals in Strasbourg und Miryang/Südkorea, nach Osaka, Athen und Helsinki. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Uraufführungen und Stückentwicklungen sowohl im Schauspiel als auch im Musiktheater. Nach einer Adaption von Christoph Heins Roman »Weiskerns Nachlass« folgt mit der musikalischen Wirtshauskomödie »Schwarze Bären« seine zweite Inszenierung als Hausregisseur am DNT Weimar. Bereits 2003 hat er hier als Gast Heiner Müllers »Quartett«

inszeniert. In der kommenden Spielzeit wird er hier mit »Frau Paula Trousseau« einen weiteren Roman von Christoph Hein sowie eine Neufassung des »Hofmeister« von Lenz auf die Bühne bringen.

 

Kai Ivo Baulitz besuchte die Schauspielschule in Bochum. Neben Theaterengagements u.a. am Deutschen Theater in Göttingen, in Bochum und Wuppertal ist er seit 1999 auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen gewesen. Sein erstes Theaterstück »Transporter«, uraufgeführt 2008 am schauspielfrankfurt, wurde zum »Heidelberger Stückemarkt « und zum »Stückemarkt der Berliner Festspiele« eingeladen. Es zählte zudem zu den Preisträgerstücken beim Autoren- und Projektwettbewerb des Maxim Gorki Theaters Berlin und des schauspielfrankfurt. Für das Staatsschauspiel Dresden schrieb Kai-Ivo Baulitz eine »Kohlhaas«-Adaption (UA 2008). Für die Neuköllner Oper verfasst er das Libretto zu »Fanny und Schraube« (UA 2009). Im Herbst 2010 kam mit »Klangwandler« eine weitere Arbeit für die Neuköllner Oper zur Uraufführung. Im Auftrag des Theaters Magdeburg entwickelte Baulitz das Recherchestück »An kalten Tagen bitte Türen schließen« (UA 2011) und »Die Fraktion« (UA 2013), die beide in der Regie von Enrico Stolzenburg ihre Uraufführung

erlebten. 2012 schrieb er für das Theater Oberhausen in Zusammenarbeit mit dem Verein Grenzgänger e.V. unter dem Titel »Jackie B. Ein Leben in Extremen« Texte für ein Projekt mit Borderline-Patienten. Im Auftrag der Hamburger Kammerspiele hat Baulitz basierend auf der Autobiographie der Jazz-Legende Coco Schumann das Theaterstück »Der Ghetto Swinger verfasst (UA 2012).

 

Die musikalische Wirtshauskomödie »Schwarze Bären oder Die Erfindung der Republik« ist seine erste Arbeit für das DNT Weimar. In der kommenden Spielzeit folgt hier erneut in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Enrico Stolzenburg eine Neufassung des Stücks »Der Hofmeister« von Reinhold Michael Lenz.

 

Dietrich Eichmanns Kompositionen wurden von renommierten Ensembles auf internationalen Festivals gespielt. Als Pianist ist er in der improvisierten Musik mit zahlreichen internationalen Projekten aktiv. Als Veranstalter organisierte er mehrere Jahre die oaksmus Studiokonzertreihe in Berlin und betreibt das gleichnamige CD-Label. Darüber hinaus gestaltete er verschiedene pädagogische Projekte, u.a. für die Universität der Künste Berlin und die Berliner Philharmoniker. In seiner Arbeit führt die Verbindung der Wurzeln im Jazz und der improvisierten Musik mit einer radikalen und kompromisslosen Arbeitsweise als Komponist zur unverkennbaren Sprache eines ungewöhnlichen Geistes. Davon legen vor allem seine großen Ensemblewerke der letzten Jahre Zeugnis ab, zuletzt sein Konzert für Peter Brötzmann und das Ensemble Modern »Prayer to the Unknown Gods of the People Without Rights«. Derzeit arbeitet er mit dem Fagottisten des Ensemble Modern, Johannes Schwarz, an neuen Spieltechniken in Verbindung mit Live-Elektronik. Seine Arbeit als improvisierender Pianist, vor allem im Duo mit dem New Yorker Schlagzeuger Jeff Arnal und als Initiator des Dietrich Eichmann Ensembles, findet zunehmend Beachtung und ist durch mehrere Veröffentlichungen auf den Labels Leo Records und brokenresearch dokumentiert.

 

Das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, das Lyon Opéra Ballet und die MaerzMusik Berlin zählen zu seien Auftraggebern. Verschiedene Stipendien, z.B. der Heinrich-Strobel-Stiftung oder der Cité Internationale des Arts in Paris, fördern seine Arbeit. CD-Veröffentlichungen seiner Kompositionen findet man bei Wergo und oaksmus

 

Musikalische Leitung: Dirk Sobe

Regie: Enrico Stolzenburg,

Bühne und Kostüme: Oliver Helf,

Dramaturgie: Martina Stütz

 

mit Johanna Geißler, Bastian Heidenreich, Bernd Lange, Jaesig Lee, Günter Moderegger, Heike Porstein, Silvana Veit, Elke Wieditz

 

und Musikern der Staatskapelle Weimar

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