Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung von Jan Decortes O DEATH in den Münchner KammerspielenUraufführung von Jan Decortes O DEATH in den Münchner KammerspielenUraufführung von Jan...

Uraufführung von Jan Decortes O DEATH in den Münchner Kammerspielen

Premiere 16.05. 2013, 20.00, Spielhalle. -----

Ausgehend von Aischylos' Orestie entwickelt der flämische Autor, Regisseur und Schauspieler Decorte ein Stück über die Bündelung der Kräfte des Überlebens und über die Feier der Demokratie.

 

Die ORESTIE, entstanden im Jahr 458 v. Chr., ist die einzige erhaltene antike griechische Trilogie. Aischylos erzählt über das Opfer Iphigenies zu Beginn des Trojanischen Krieges und über die Kettenreaktion der Rache, die darauffolgend bei den Griechen ausbricht. Der belgische Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler Jan Decorte schrieb Ende 2003 O DEATH, seine "Neudichtung" des klassischen Werkes Aischylos'. Fast 10 Jahre später kommt der Text an den Münchner Kammerspielen zur Uraufführung. Decorte entwickelt in den Inszenierungen seiner "kindlichen", spielerisch-intelligenten Texte eine schlichte, radikale Theaterästhetik. Die Texte sind Partituren: musikalisch und immer riskant.

 

Das ganze Stück ist eine Bündelung der Kräfte des Überlebens. Am Ende der ORESTIE wird die Demokratie erfunden. Und jene Feier findet auch in unserem O DEATH statt: das demokratische Entscheidungsmodell als Versuch, das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, es nicht den Göttern zu überlassen. Am Ende wird die Rache ausgetrickst. Deswegen ist die ORESTIE heute aktueller als jedes andere Stück. Das Leben ist ein Gewirr von Entscheidungen, die wir Menschen treffen sollen - und das sollten wir uns auch trauen. Jan Decorte

 

Regie: Jan Decorte,

Bühne: Johan Daenen,

Kostüme: Sofie D'Hoore,

Musik: Stef Kamil Carlens,

Licht: Luc Schaltin,

Dramaturgie: Jeroen Versteele

 

Mit: Benny Claessens, Jan Decorte, Walter Hess, Sylvana Krappatsch, Oliver Mallison, Anna Maria Sturm, Kristof Van Boven, Sigrid Vinks

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑