Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Wien ohne Wiener" - Ein Georg-Kreisler-Liederabend von Nikolaus Habjan und Franui - Volkstheater WienUraufführung: "Wien ohne Wiener" - Ein Georg-Kreisler-Liederabend von...Uraufführung: "Wien ohne...

Uraufführung: "Wien ohne Wiener" - Ein Georg-Kreisler-Liederabend von Nikolaus Habjan und Franui - Volkstheater Wien

Premiere MI 11. OKT 2017, 19.30, Volkstheater. -----

Wie schön wäre Wien ohne Wiener!/So schön wie a schlafende Frau./Der Stadtpark wär sicher viel grüner,/und die Donau wär endlich so blau./Wie schön wäre Wien ohne Wiener,/ein Gewinn für den Fremdenverkehr!/Die Autos ständen stumm, das Riesenrad fallet um,/und die lauschigen Gassen wärn leer …

Was für eine makabre Vorstellung! Schon zu seiner Entstehungszeit löste dieses Lied von Georg Kreisler gemischte Gefühle aus bei den Bürger/innen seiner Geburtsstadt, die ihm auf ambivalente Weise ein unerschöpflicher Inspirationsquell war und blieb. Was damals nicht mehr als ein bitter-komisches Gedankenspiel bedeutete, könnte heute als satirische Attacke auf diverse politische Strömungen verstanden werden. Aber Vorsicht: Kreislers Lieder, die alltägliche Beobachtungen ins Monströse vergrößern und dabei ihren kritischen und politischen Kern entblößen, sperren sich einfachen Deutungen.

 

Die schwarzhumorige Fantasie eines der größten Kabarettisten des 20. Jahrhunderts, die sich in treffsicheren Pointen auf dem Papier bzw. auf den Klaviertasten niederschlägt, eröffnet einen eigenen Kosmos. Darin einzutauchen haben sich der in Wien lebende Grazer Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan und die Musiker der 1993 gegründeten Musicbanda Franui unter der Leitung von Andreas Schett aus dem Osttiroler Dorf Innervillgraten verbunden. Gemeinsam mit stimmgewaltigen Volkstheater-Schauspieler/innen und einer neuen Kollektion von Puppen aus Habjans Werkstatt werden sie ihrer Affinität zu den „alten bösen“ und den neueren Kreisler-Liedern Ausdruck verleihen. Georg Kreisler, der als Autor, Komponist und Sänger bis zuletzt immer neue künstlerische Wege ausprobierte und sich nicht auf das Label des komischen „Taubenvergifters“ festlegen lassen wollte, wäre auf diese Melange wohl gespannt gewesen.

 

Regie und Puppenbau Nikolaus Habjan

 

Mit

Gábor Biedermann, Günter Franzmeier, Isabella Knöll, Christoph Rothenbuchner, Claudia Sabitzer, Stefan Suske

 

Musikalische Bearbeitung/Komposition Markus Kraler, Andreas Schett

Musikalische Leitung Andreas Schett

Bühne und Kostüme Denise Heschl

Licht

Paul Grilj

Dramaturgie Heike Müller-Merten

 

Weitere Termine

SA 14. OKT 2017 19.30

SO 15. OKT 2017 19.30

MO 23. OKT 2017 19.30

FR 27. OKT 2017 19.30

MO 30. OKT 2017 19.30

FR 10. NOV 2017 19.30

MI 15. NOV 2017 19.30

 

DO 16. NOV 2017 19.30

SA 18. NOV 2017 19.30

SO 19. NOV 2017 15.00

DI 05. DEZ 2017 19.30

SA 09. DEZ 2017 19.30

SO 10. DEZ 2017 15.00

DO 04. JÄN 2018 19.30

 

Alle Termine online unter: www.volkstheater.at/stueck/wien-ohne-wiener/

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑