Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
URAUFFÜHRUNG: zeitoper VII – Zivilcourage - Musiktheater von Gordon Kampe, Staatsoper StuttgartURAUFFÜHRUNG: zeitoper VII – Zivilcourage - Musiktheater von Gordon Kampe,...URAUFFÜHRUNG: zeitoper...

URAUFFÜHRUNG: zeitoper VII – Zivilcourage - Musiktheater von Gordon Kampe, Staatsoper Stuttgart

16. Juli 2009, 20.30 Uhr am Stuttgarter Paul-Gerhardt-Platz

 

Ist er Lebenszentrum eines Stadtteils, Bühne einer heilen Welt oder Zufluchtsort der Ausgegrenzten? Dem „öffentlichen Platz“ widmet sich die neue zeitoper VII „Zivilcourage“ von Gordon Kampe nach dem Konzept und in der Regie von Marcelo Cardoso Gama.

Die zeitoper „Zivilcourage“ ist in ihrer Klanglichkeit und Konzeption wesentlich inspiriert von der speziellen Beschaffenheit des Paul-Gerhardt-Platzes im Stuttgarter Westen als einem architektonischen und sozialen Raum. Fasziniert von den Texten Hannah Arendts beschäftigt sich der brasilianische Regisseur Marcelo Cardoso Gama mit der Frage, was Zivilcourage für die heutige Gesellschaft bedeutet. Auf diese Weise wird der Paul-Gerhardt-Platz zur Kulisse einer musikalisch-theatralischen „Gesellschaftsaufstellung“ sowie zum Ort der Diskussion und zwischenmenschlichen Begegnung. Dabei steht nicht ein Held, sondern die Menschen und deren Alltag – dargestellt von Mitgliedern des Chores der Staatsoper Stuttgart, von Jugendlichen der Jungen Oper, Kindern des Kinderchores und Mitgliedern des Paul-Gerhardt-Chores – im Mittelpunkt.

 

Der Brasilianer Marcelo Cardoso Gama ist Stipendiat der Akademie Schloss Solitude und inszenierte bereits in Salzburg, Osnabrück und Hannover. Am Theaterhaus Stuttgart zeichnete er 2007 für die Konzeption und Regie von „Folk Songs Dialog“ verantwortlich. Ebenso arbeitete er als Sänger, Pianist und Schauspieler unter anderem am Theater an der Josefstadt, bei den Salzburger Festspielen, am Wiener Musikverein und der Berliner Lindenoper.

 

Der junge Komponist Gordon Kampe erhielt im Jahr 2007 den Stuttgarter Kompositions¬preis. Bis 2003 studierte der ausgebildete Elektriker Komposition bei Hans-Joachim Hespos, Adriana Hölszky und Nicolaus A. Huber. Gordon Kampe wurde für seine Kompositionen mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Folkwangpreis und dem Franz Liszt-Förderpreis. Er ist Dozent für Musiktheorie und Neue Musik an der Bischöflichen Kirchenmusikschule in Essen und unterrichtet Literaturkunde an der Folkwang Hochschule in Essen.

 

„Zivilcourage“ bildet nach „U-Musik.Bunker“ und „Paulinenbrücke“ den dritten Teil einer Stadt-Trilogie der Staatsoper in Zusammenarbeit mit der Künstlergruppe Vereinigte Hüttenwerke, hier vertreten durch den Architekten Gregor Scholz, Betreiber des Café Scholz Stuttgart. Die drei zeitopern sind jede auf ihre Weise kulturanthropologische Untersuchungen mit dem Ziel, den Stuttgarter Alltag anders erfahrbar zu machen.

 

Eine Zusammenarbeit mit der Akademie Schloss Solitude

Die Uraufführung findet im Rahmen des Festivals „Der Sommer in Stuttgart 09“ statt.

 

Musikalische Leitung Bernhard Epstein

Konzept und Regie Marcelo Cardoso Gama

Raumkonzept Gregor Scholz (Vereinigte Hüttenwerke)

Kostüme Sabina Moncys

Dramaturgie Barbara Tacchini, Angela Beuerle

Chor Johannes Knecht

 

Besetzung

Solisten: Maja Tabatadze (Sopran), Christoph Sökler (Bariton)

Chor und Kinderchor der Staatsoper Stuttgart

Jugendchor der Jungen Oper (Leitung: Thomas Schäfer)

Mitglieder des Paul-Gerhardt-Chors (Leitung: Ulrich Mangold)

 

Weitere Aufführungen: 18., 20., 22. und 26. Juli, jeweils 20.30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑