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Volkstheater Rostock: Drohende finanzielle Kürzungen

Aus gegebenem Anlass wendet sich der Generalintendant des

Volkstheaters Rostock, Steffen Piontek, mit einem offenen Brief an das Rostocker Publikum:

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum!

 

Bitte erlauben Sie mir, dass ich mich in diesem persönlichen Brief an Sie mit der Bitte um Unterstützung wende.

 

Am 17.10.2007 soll die Bürgerschaft der Hansestadt Rostock auf Vorschlag von Oberbürgermeister Roland Methling und Finanzsenator Georg Scholze unter anderem beschließen, dass im Jahr 2008 der städtische Zuschuss des Volkstheaters Rostock auf 6,6 Millionen Euro sinken soll. Im Jahre 2009 soll der Zuschuss auf 4,8 Millionen Euro gekürzt werden. Dies bedeutet eine Kürzung von 4 Millionen Euro gegenüber dem Zuschuss im Jahre 2005. Wie diese Kürzungen realisiert werden sollen, sagen die Herren nicht.

 

Dies würde bereits für das Jahr 2008 den Wegfall eines großen Teils der Premieren, vieler Konzerte und fast aller Sonderveranstaltungen bedeuten. Ab 2009 wäre nur noch der Betrieb eines Schauspiels möglich; Musiktheater, Ballett und die Norddeutsche Philharmonie Rostock müssten ihre Tätigkeit einstellen.

 

Dieser kulturelle Kahlschlag soll in Ihrem Namen von der Bürgerschaft beschlossen werden.

 

Wenn auch Sie der Meinung sind, dass die Hansestadt Rostock ihr Theater braucht und dass der kulturelle Wert nicht nach buchhalterischen Kriterien gemessen werden kann, dann bitte ich Sie, sich direkt mit Anrufen, Briefen, Postkarten und E-Mails an die Abgeordneten der Bürgerschaft sowie an den Oberbürgermeister und den Finanzsenator zu wenden. Die Zeit drängt.

 

(Steffen Piontek)

11.10.2007

 

 

 

 

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