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"Von morgens bis mitternachts" von Georg Kaiser im Schauspiel Stuttgart

Premiere 20. November 2010, 20.00 Uhr, WERKHALLE / NIEDERLASSUNG Türlenstraße

 

Kaisers expressionistisches Drama durcheilt in mehreren Stationen einen schicksalsschweren Tag im Leben eines kleinen Bank-Kassierers.

Verführt durch die falsch verstandene Verheißung eines erotischen Abenteuers, beraubt der Angestellte seine eigene Bank um eine große Summe Geldes, mit dem er sich ab jetzt jede Menge Leben erkaufen will. Er verlässt sein bürgerliches Leben wie eine leere Hülle, geht in die Großstadt und jagt gierig von Verlockung zu Verlockung, wobei weniger das Genießen ihn reizt als die Verausgabung an sich.

 

Die instinktive Suche des freigestellten Individuums nach einem anderen Lebensentwurf trägt deutlich auch die Sehnsucht nach Zerstörung und Apokalypse in sich - eine Gemengelage, die Kaisers Drama von 1912 mit unserer Zeit verbindet.

 

Nina Mattenklotz absolvierte von 2004 bis 2008 ein Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg. Sie inszenierte an verschiedenen Theatern in Hamburg, Wien, Magdeburg, Osnabrück und Zürich. Nun arbeitet sie erstmalig für das SCHAUSPIEL STUTTGART.

 

Regie: Nina Mattenklotz,

Bühne: Silke Rudolph,

Kostüme: Lena Hiebel,

Musik: Tobias Gronau,

Dramaturgie: Kekke Schmidt

 

Mit: Bernhard Baier (Herr, Vater u.a.), Anne Cathrin Buhtz (Ehefrau u.a.), Jan Krauter (Laufjunge, Sohn u.a.), Markus Lerch (Kassierer), Florian von Manteuffel (Direktor u.a.), Anna Windmüller (Dame u.a.), Minna Wündrich (Mädchen der Heilsarmee u.a.)

 

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