Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Was ihr wollt" in Kiel"Was ihr wollt" in Kiel"Was ihr wollt" in Kiel

"Was ihr wollt" in Kiel

von William Shakespeare | Übersetzung und Fassung von Gottfried Greiffenhagen

Premiere Sa | 29. September | 19.30 Uhr | Schauspielhaus

 

In schwerem Sturm versinkt ein Schiff. Viola, die ihren Zwillingsbruder Sebastian für tot hält, ist kaum gestrandet, schon tritt sie – als Mann verkleidet – in die Dienste des Herzogs Orsino.

 

 

 

 

Der umwirbt seit langem vergeblich die schöne Gräfin Olivia und schickt Viola – alias „Cesario“ – als Liebesboten zu ihr. Doch Oli-via, die nichts von Orsino wissen will, verliebt sich sofort in den schönen Boten, der sie natürlich zurück-weisen muss. Schließlich hat sich Viola ihrerseits zuvor selbst unsterblich in Orsino verliebt.

 

Und das Liebeschaos nimmt noch weiter zu: Im Hause der Gräfin treibt deren Onkel Sir Toby Rülps gemeinsam mit dem Kammermädchen Maria rüde Späße: Seinen etwas einfältigen Saufkumpanen Bleichen-wang versucht er zu überzeugen, dass eigentlich er der richtige Mann für die alleinstehende Gräfin sei; und zu allem Überfluss ist auch Malvolio, Olivias hochmütiger Haushofmeister, sehr anfällig für die Vorstellung von der großen, alles überwindenden Liebe – und muss dafür bitter büßen.

 

Shakespeares komischste und zugleich melancholischste Komödie ist in der Kieler Fassung von Gottfried Greiffenhagen ein rauschhaft-irrwitziges, heutiges Spiel. Schauplatz ist Illyrien, eine ambivalente Welt der Maskerade und der Illusion. Bewohner des Landes sind ebenso exzentrische wie skurrile Besessene, hin- und hergerissen zwischen Liebeswahn, Geschlechterverwirrung und Todessehnsucht.

 

Regie: Daniel Karasek | Ausstattung: Ina Reuter | Musikalische Leitung: Laurenz Wannenmacher

Mit: David Allers, Jennifer Böhm, Gerrit Frers, Marko Gebbert, Imanuel Humm, Dorothee Föllmer, Sieg-fried Jacobs, Zacharias Preen, Agnes Richter, Olaf Salmon, Matthias Unruh, Felix Zimmer sowie den Musikern Harry Kretzschmar, Volker Linde und Jens Tolksdorf

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑