Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Werther" von Jules Massenet, Theater Magdeburg"Werther" von Jules Massenet, Theater Magdeburg"Werther" von Jules...

"Werther" von Jules Massenet, Theater Magdeburg

Premiere: Sa, 29.01.2011, 19.30 Uhr

 

Der junge Dichter Werther hat im Haus des Amtmannes dessen älteste Tochter Charlotte kennen gelernt, die an ihren jüngeren Geschwistern die Mutterrolle vertritt.

Nach einem gemeinsamen Ballbesuch gesteht er ihr seine leidenschaftliche Liebe, doch Charlotte hat ihrer Mutter auf dem Sterbebett versprochen, den soliden Albert zu heiraten. Während Werther seine Liebe nicht aufgeben will, gerät Charlotte in einen Gefühlskonflikt, der sich immer mehr zuspitzt. Sie heiratet Albert, Werthers Briefe rufen ihr allerdings die gemeinsamen Erlebnisse so stark in Erinnerung, dass sie sich und ihm ihre Liebe gesteht. Trotzdem weist sie ihn aus Pflichtgefühl gegenüber Albert erneut ab. Der ist allerdings misstrauisch geworden und zwingt Charlotte, Werther die Pistolen auszuhändigen, um die ihn dieser gebeten hatte. Charlotte erkennt zu spät, dass dies den Tod ihrer Liebe bedeutet.

 

Goethes Werke übten gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine große Faszination auf französische Komponisten aus, auch wenn ihre Opern-Bearbeitungen für deutsche Puristen meist ein Sakrileg darstellten. Während sich Gounods »Faust« nur sehr lose an Goethes Vorlage orientiert, kondensierte Massenet aus dem Briefroman »Werther« von 1774, der ganz aus der Sicht des liebenden Dichters geschrieben ist, eine echte Opernhandlung. Er schärfte die Personen und schuf eine sehnsüchtig romantische Musik, die dem Sog des Romans, der Ende des 18. Jahrhunderts eine Selbstmordwelle auslöste, durchaus entspricht.

 

Libretto von Edouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann nach Johann Wolfgang von Goethe

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung Rudolf Piehlmayer

Regie Walter Sutcliffe

Bühne/Kostüme Kaspar Glarner, Miriam Draxl

Dramaturgie Ulrike Schröder

 

Abendbesetzung der Vorstellung am Sa, 29.01.2011, 19:30 Uhr:

Iago Ramos, Mario Solimene, Lucia Cervoni, Susanne Drexl, Paul Sketris, Chan Young Lee, Wolfgang Klose, Julie Martin du Theil, Maria Neumann, Hendrikje van de Ven, Klara Schuldt, Henning Stangl, Leonard Becker, Ronny Karbaum, Götz Wagner, Sasha Lemic

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑