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Wiesbaden: Biennale-Übersetzerpreis geht an Hinrich Schmidt-Henkel

für die Übersetzung des Stücks „Kaldt Produkt“ von Matias Faldbakken

 

Am 22. Juni 2008, wurde der Übersetzerpreis des „Wiesbadener Kuriers“ im Rahmen einer abschließenden Pressekonferenz der Theaterbiennale NEUE STÜCKE AUS EUROPA vergeben. Der Übersetzerpreis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird an den besten Übersetzer der Theaterbiennale vergeben.

 

In diesem Jahr wurden die 29 eingeladenen Produktionen aus 23 verschiedenen Sprachen Europas übersetzt. Am Ende konnte sich der Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel mit seiner Übertragung des norwegischen Stücks „Kaldt Produkt“ / „Kaltes Produkt“ von Matias Faldbakken gegen die Konkurrenz durchsetzen.

 

Die Jury des Wiesbadener Kuriers begründete ihre Entscheidung

folgendermaßen:

 

„Hinrich Schmidt-Henkel hat es meisterhaft verstanden, in seiner deutschen

Übersetzung des norwegischen Stücks „Kaldt Produkt“ von Matias Faldbakken

mehrere Sprachebenen miteinander zu verknüpfen: Die hoch aktuelle Sprache

der Agenturen und SMS-Botschaften mit der einer zeitlosen ethisch-philosophischen Diskussion um die Möglichkeit von Freiheit für das

Individuum und deren Folgen. Dabei gerät er weder in die Gefahr, in

gegenwärtigen Jargon abzugleiten noch den Duktus eines abstrakten

wissenschaftlichen Diskurses vorzugeben. Darüber hinaus gelingt es ihm,

Henrik Ibsen, dessen Drama „Nora“ Modell für „Kaldt Produkt“ steht, als

Hintergrund-Autor im Zitat durchscheinen zu lassen.“

 

Hinrich Schmidt-Henkel ist seit 1987 literarischer Übersetzer aus dem

Norwegischen, Französischen und Italienischen. Er übersetzte bereits Texte

bekannter Dramatiker wie Jon Fosse, Peter Brook, Erlend Sandem und Yasmina Reza. Außerdem hat er Neuübersetzungen von Stücken Albert Camus und Henrik Ibsens geschaffen. Im Jahre 2000 wurde Hinrich Schmidt-Henkel mit dem Jane-Scatcherd-Preis der Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Stiftung

ausgezeichnet, 2004 erhielt er den Paul-Celan-Preis des deutschen

Literaturfonds.

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