Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
WILLIAM SHAKESPEARE, DER STURM, Düsseldorfer SchauspielhausWILLIAM SHAKESPEARE, DER STURM, Düsseldorfer SchauspielhausWILLIAM SHAKESPEARE, ...

WILLIAM SHAKESPEARE, DER STURM, Düsseldorfer Schauspielhaus

Premiere Samstag, 25. April 2015/ 19.30 Uhr / Großes Haus. -----

»Aus großer Macht folgt große Verantwortung«. Diese Maxime von Spiderman hätte Prospero (Ernst Stötzner) berücksichtigen sollen, als er noch der rechtmäßige Herzog von Mailand war, vielleicht hätte er sich dann weniger dem geliebten Studium der Magie gewidmet und wäre mehr seinen Pflichten als Regent nachgekommen.

So aber musste er mit seiner kleinen Tochter Miranda Hals über Kopf vor seinem putschenden Bruder Antonio flüchten, bis es sie schließlich auf eine einsame und wilde Insel verschlagen hat. Das Eiland und die dort gebietenden Geister machte sich der Zauberer Prospero zügig untertan; seitdem herrscht er dort.

 

Nun, zwölf Jahre später, ergibt sich für Prospero die Gelegenheit, Rache zu nehmen: Als der Usurpator Antonio samt Gefolge in die Nähe der Insel gelangt, lässt Prospero dessen Schiff in einem Sturm kentern und verstreut die Passagiere über die ganze Insel. Unterstützt vom Luftgeist Ariel und dem wüsten Hexensohn Caliban jagt Prospero die Umherirrenden durch die Wildnis und lässt sie in all ihrer ungebrochenen Machtlust, Verschlagenheit, Gier und ihrem Neid aufeinander prallen – als Gefangene ihrer selbst.

 

Der 1611 uraufgeführte Sturm war Shakespeares letztes Werk, fünf Jahre später starb der große Dramatiker. In der Figur des Prospero, der gegen Lebensende einsehen muss, dass kein wie auch immer ausgeklügelter Plan Bestand hat, sobald er auf das chaotische System »Mensch« trifft, zog Shakespeare sein persönliches Altersfazit. Der Sturm ist die Summe seines Schaffens: poetisch, augenöffnend, weise, genial.

 

MIT HEISAM ABBAS, KLARA DEUTSCHMANN, URS PETER HALTER, HANNES HELLMANN, DIRK OSSIG, KARIN PFAMMATTER, ANDREAS HELGI SCHMID, ERNST STÖTZNER, MORITZ VON TREUENFELS, ANDREAS WEISSERT, LUTZ WESSEL

 

REGIE: VOLKER HESSE

BÜHNE UND KOSTÜME: STEPHAN MANNTEUFFEL

MUSIK: BOJAN VULETIC

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑