Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
William Shakespeares DER STURM im Theater Bonn William Shakespeares DER STURM im Theater Bonn William Shakespeares...

William Shakespeares DER STURM im Theater Bonn

Premiere 02 Mrz 2017, 19:30. -----

Hoch schlagen die Wellen an den Schiffsrumpf, wütend und zornig peitscht die See und verwandelt das Schiff Alonsos, König von Neapel, in eine hilflose Nussschale. An Bord befinden sich neben dem König auch sein Sohn Ferdinand, Sebastian, der Bruder des Königs, sowie Antonio, der Herzog von Mailand.

Doch statt in den Tiefen des Meeres ihr eisiges Grab zu finden, landet die Besatzung unversehrt an der Küste einer kleinen Insel. Eine scheinbare „Fügung“, hinter der jedoch planvolle Absicht steckt, denn was den Kenternden auf den Schiffsplanken wie ein zorniges Schauspiel der Natur erscheint, ist in Wahrheit geistergemacht: Herr über die Fluten ist Prospero, der mit Hilfe des Luftgeistes Ariel das Meer in Aufruhr versetzt.

 

Das unberechenbare Wesen des Menschen

 

Einst rechtmäßiger Herzog von Neapel und eifriger Gelehrter der magischen Künste, schickte ihn sein Bruder Antonio durch einen bösen Staatsstreich in die Verbannung, wo er seit vielen Jahren mit seiner Tochter Miranda unter den Erdgeistern der Insel, die er sich mittels seiner magischen Künste zu Untertanen gemacht hat, sein Dasein fristet. Bis ein Wink des Schicksals eben dieses Schiff, bemannt mit Italiens führenden Persönlichkeiten und Prosperos ärgsten Feinden, in sein Exil lenkt. In der hermetischen Abgeschiedenheit der Insel scheint die Stunde für Prosperos Rache gekommen – würde da nicht das unberechenbare Wesen des Menschen dazwischenfunken. Denn vom intriganten Ränkespiel und der Sehnsucht nach Macht und Unterwerfung im Politischen wie im Privaten scheint keine der Figuren gefeit. Und am Ende hat auch die Liebe noch ein Wörtchen mitzureden.

 

Shakespeare hat in seinem letzten Theaterstück mit vollen Händen in die theatrale Trickkiste gegriffen und dem Spiel an sich ein Denkmal gesetzt. Es wird gezaubert, geliebt, gekämpft, gewitzelt und philosophiert, dass es eine reine Freude ist.

 

Der irische Regisseur Gavin Quinn, Mitbegründer und künstlerischer Co-Leiter der Theater-Company PAN PAN THEATRE verbindet in seinen Arbeiten häufig klassische Theatertexte mit performativen Regieansätzen, wie auch in der Inszenierung von Aldous Huxleys SCHÖNE NEUE WELT, die in der vergangenen Spielzeit zum Publikumserfolg wurde.

 

ALONSO, König von Neapel - Ursula Grossenbacher

SEBASTIAN, dessen Bruder - Glenn Goltz

PROSPERO, rechtmäßiger Herzog von Mailand - Birte Schrein

ANTONIO, dessen Bruder und rechtmäßiger Herzog von Mailand - Wilhelm Eilers

FERDINAND, Sohn des Königs von Neapel - Philipp Basener

GONZALO, ein ehrlicher alter Rat des Königs - Barbara Teuber

CALIBAN, Prosperos wilder und missgestalteter Sklave - Alois Reinhardt

TRINCULO, ein Hofnarr - Hajo Tuschy

STEPHANO, ein berauschter Kellermeister - Sören Wunderlich

MIRANDA, Prosperos Tochter - Lydia Stäubli

ARIEL, ein Luftgeist - Laura Sundermann

 

Regie: Gavin Quinn

Bühne: Aedin Cosgrove

Kostüme: Alissa Kolbusch

Musik: Si Schroeder

Licht: Sirko Lamprecht

Dramaturgie: Nicola Bramkamp, Elisa Hempel

 

Regieassistenz: Frederik Werth

Bühnenbildassistenz: Maria Strauch

Kostümassistenz: Martin Scherm

Inspizienz: Andreas Stubenrauch

Soufflage: Angelika Schmidt

 

05 Mrz 18:00 H

10 Mrz 19:30 H

15 Mrz 19:30 H

25 Mrz 19:30 H

31 Mrz 19:30 H

08 Jun 19:30 H

16 Jun 19:30 H

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑