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"wittgensteins neffe" nach der gleichnamigen prosa von thomas bernhard im Nationaltheater Weimar

Premiere: Fr, 19. März 2010 / 20.00 Uhr / e-werk

 

Mit seiner Erzählung Wittgensteins Neffe porträtiert Thomas Bernhard seinen Freund Paul Wittgenstein, Wiener Original und Neffe des Philosophen Ludwig Wittgenstein, und dabei gleichzeitig sich selbst.

Es ist die Geschichte von leidenschaftlichen Diskussionen über Musik,

Theater und Kunst, von einem Leben in vollen Zügen, vom gegenseitigen Beschenken und vom Bezichtigen aller, die außerhalb dieser Freundschaft zweier Männer stehen. Wortlos hören beide stundenlang Schallplatten von Mozart oder Beethoven unter freiem Himmel oder reisen, um ein einziges Exemplar der Neuen Zürcher Zeitung zu finden, durch ganz Oberösterreich ...

 

Später jedoch, als Thomas Bernhard dem vereinsamten und verarmten,

sterbenskranken Freund begegnet, wechselt er die Straßenseite. Er macht sich als Erzähler zum Zeugen der zwölfjährigen Sterbensgeschichte seines Freundes, um damit gleichzeitig sein eigenes Überleben zu sichern. Mit ungewohnt großer Zärtlichkeit spricht er über Paul Wittgenstein, mit schonungsloser Offenheit von sich und errichtet dem verratenen Freund mit seinem Text ein den Tod überdauerndes Denkmal.

 

Claudia Meyer wird diesen Text in seiner extrem musikalisierten Sprache mit zwei Schauspielern und zwei Pianisten im e-werk erzählen und damit seine Technik der Spiegelung eines Menschen im Freund ins Zentrum rücken.

 

Regie: Claudia Meyer / Dramaturgie: Maike Gunsilius / Bühne: Nicola Schmid / Kostüme: Andrea Schelling / Video: Bahadir Hamdemir

 

mit: Michael Abramovich, Nico Delpy, Christian Klischat, Michael Wilhelmi

 

Weitere Vorstellungen:

Do, 25.3.10 / 20.00 Uhr / e-werk

Fr, 2.4.10 / 20.00 Uhr / e-werk

So, 16.5.10 / 20.00 Uhr / e-werk

Do, 1.7.10 / 20.00 Uhr / e-werk

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