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"Wolken. Heim." von Elfriede Jelinek, Theater Krefeld und Mönchengladbach

Premiere: 19. Juni, 20 Uhr, Fabrik Heeder, Krefeld, Studiobühne I. -----

Wer ist „wir“? Wir sind wir. Wie besessen versichert sich das Wir, das deutsche Wir, in "Wolken. Heim." seiner Identität. Wir sind nicht die anderen. Das Wir deBniert sich durch Abgrenzung, durch die scharfe, säuberliche Trennung von Eigenem und Fremdem.

Die Uraufführung von Wolken.Heim. fand 1988 in Bonn statt. Nach dem Mauerfall wurde die Frage

deutscher Identität anders buchstabiert, erneut anders in der sich als „interkulturell“ begreifenden Gesellschaft.

 

Wolken. Heim. ist eine Montage aus Texten deutscher Dichter und Denker: Gedichte von Hölderlin,

Vorlesungen Hegels und Schriften Fichtes, Briefe und Stücke von Kleist, eine Rede Heideggers aus

dem Jahr 1933 sowie Briefe von RAF-Gefangenen aus den siebziger Jahren werden von der Autorin

gescratcht und gesampelt, zerlegt und neu montiert zu einem unverwechselbaren Jelinektext.

 

Wolken. Heim. ist Sprachkonzert und Einladung zu einer geschichtlichen Entdeckungsreise, ein geistvolles Spiel und zugleich eine körperliche und sinnliche Theaterperformance.

 

Regie: Franziska Gramss

Bühne und Kostüme: Caspar Pichner

Musik: Malte Giesen

Dramaturgie: Martin Vöhringer

 

Mit: Joachim Henschke, Adrian Linke, Ronny Tomiska, Christopher Wintgens

 

Weitere Termine: 29., 30. Juni; 21., 26. Juli 2013

Alle Vorstellungen beginnen um 20 Uhr.

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