Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„ZIMMER FREI“ von Markus Köbeli, Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen„ZIMMER FREI“ von Markus Köbeli, Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen„ZIMMER FREI“ von ...

„ZIMMER FREI“ von Markus Köbeli, Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

Premiere Sonnabend, 24. Januar, 19.30 Uhr im Bautzener Burgtheater. -----

In seinem viel gespielten Stück aus dem Jahr 1987 lässt der Schweizer Autor Markus Köbeli (geb. 1956 in Bern) zwei Nischenbewohner aus Schrebergartenwelt und Gruftieszene aufeinander treffen.

 

Jolanda Sollberger, genannt Glotz, die durch eine dicke Brille düster ins Leben blickt, hält sich am liebsten in ihrem Sarg auf und nebenbei mit Telefonsex über Wasser. Leider reicht das Geld trotzdem nicht zum Leben. Doch auf den freien Platz in ihrer Bude, den sie deshalb annonciert hat, meldet sich kein gleichaltriger Mitbewohner, sondern ausgerechnet der in der Warteschleife zwischen seinen Erinnerungen und Träumen und einer Platzanmeldung im Altenheim hängengebliebene Opa Müller.

 

Da treffen also nicht nur Welten aufeinander, Missverständnisse , Chaos und Krieg der Generationen scheinen vorprogrammiert bis aus Opas Selbstironie und Glotz´s Ruppigkeit allmählich Sympathie zwischen Jung und Alt entsteht. Und schließlich ist es doch der Alte, der den Sarg für sich beansprucht, während Gruftie Glotz neue Lebenslust gewonnen hat.

 

Gastregisseur Matthias Nagatis (zuletzt in Bautzen:“ Anna Karenina“) erzählt mit seinen beiden Hauptdarstellern Anna-Maria Brankatschk und Jan Mickan diese generationsübergreifende Geschichte. Die Ausstattung entwarf als Gast Rita Richter (zuletzt in Bautzen: „Der Lebkuchenmann“).

 

Zimmer frei

von Markus Köbeli

Regie: Matthias Nagatis a.G.

Ausstattung: Rita Richter a.G.

Dramaturgie: Teresa Stübner

 

Mit Anna-Maria Brankatschk, Jan Mickan, Petra Maria Wenzel, Thomas Ziesch

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑