Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"5 : 8" – Musiktheater für Klang, Licht und Bewegung in der Wartburg des Staatstheaters Wiesbaden"5 : 8" – Musiktheater für Klang, Licht und Bewegung in der Wartburg des..."5 : 8" – Musiktheater...

"5 : 8" – Musiktheater für Klang, Licht und Bewegung in der Wartburg des Staatstheaters Wiesbaden

Am Sonntag, den 04. März 2007 stellt die musik-theater-werkstatt um 20.00 Uhr in der Wartburg, Schwalbacher Str.51, die Abschlußarbeit einer jungen Regiestudentin der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt am Main, Jurate Vansk vor, die im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Hessischen Theaterakademie

entstanden ist.

 

 

Ausgangspunkt für das Musiktheater „5:8“ sind zwei rhythmischeGrundphänomene: Der regelmäßige Puls und eine Beschleunigung bzw. Verlangsamung. Letztere funktionieren nach dem Prinzip der Fibonacci-Reihe (überraschend ist, dass etwa ein fallender Tischtennisball nach diesem Prinzip springt). Aus diesen mathematischen Prinzipien werden allezeitlichen Proportionen des Stückes abgeleitet.

 

Die Akteure werden durch ihre Bezeichnung nur tendenziell einer bestimmten Profession zugeordnet. Jeder Mitwirkende überschreitet ständig seinvertrautes Metier und erweitert seinen Aktionsraum in fremde Bereiche (dieVokalistin agiert, tanzt und trommelt, die Tänzerin trommelt oder arbeitetmit ihrer Stimme und auch die Percussionisten werden zu Darstellern).  Als eigenständigen Mitspieler kann man auch das Licht auffassen, dem in der Partitur eine eigene rhythmische Stimme zugeordnet ist. Es tritt in Interaktion mit den Bewegungen und dem Klang. So entsteht eine Art Kontrapunkt zwischen Bewegung, Klang und Licht. Auch der Bühnenraum orientiert sich in seinen Proportionen an den gleichen mathematischen Prinzipien wie die Zeitordung. Er ist gleichzeitig Spielort und Musikinstrument. Alle Klänge werden durch die Bedingungen des Raumes, durch die Körper der Akteure und wenige Requisiten erzeugt. Musikinstrumente im üblichen Sinne gibt es nicht.

 

Jurate Vansk ist Regiestudentin von Intendant Manfred Beilharz und Hans Hollmann. In seiner Funktion als Professor für Theaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main konzipierte Hans Hollmann den Studien- und Produktionsverbund Hessische Theaterakademie, eine Vernetzung der zu Bühneberufen ausbildenden hessischen Hochschulen untereinander und mit den hessischen Staats- und Stadttheatern. Die Hessische Theaterakademie wurde unter seiner Leitung 2002 gegründet und stellt einen gänzlich neuen Weg praxisnaher künstlerischer Ausbildung dar. Sie umfasst derzeit vier Hochschulen und fünfzehn Theater.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑