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"5 Jahre Karussell" - Fünfteiliger Tanzabend, veranstaltet von David N. Russo - i-camp/neues theater münchen

Premiere: 14. Juni 2013, 20:30 Uhr. -----

Zwei Uraufführungen, eine München-Premiere, zwei Wiederaufnahmen. „Karussell“ ist eine grenzübergreifende Kooperation, die verschiedene Künste, Menschen und ihre Realitäten vereint.

Unter diesen Titel präsentierte David Russo, ehemaliger Solo-Tänzer am Gärtnerplatztheater, bereits

2008 seine erste Veranstaltung – damals eine Kooperation mit Jasmine Morand, Choreografin und

Leiterin der Schweizer Kompanie „Prototype Status“.

 

Mit “Fünf Jahre Karussell”, seinem mittlerweile fünften Tanzabend, bringt er für das Münchener

Publikum fünf Kurzchoreografien (zwei Uraufführungen, eine München-Premiere, zwei

Wiederaufnahmen) auf die Bühne und vereint wiederum mehrere Künstler und ihre Arbeit in einer

gemeinsamen Abendveranstaltung.

 

Die Schweizer Choreographin Jasmine Morand stellt ihr Stück “Perspective d’une existence fictive” in

München vor. Caroline Finn, ehemalige Gärtnerplatz-Solistin und mittlerweile in München etablierte

Tanzschaffende, zeigt ihr 2007 mit Alessandro Pereira gemeinsam erarbeitetes Solo “Bernard”. Die

Münchener Tänzerin und Performerin Katrin Schafitel zeig ihr in Zusammenarbeit mit der Münchner

Choreographin Katja Wachter entstandene Solo “Einzelhaft” und die beiden Italiener Matteo Carvone

und Alessio Attanasio, beide Solo-Tänzer im BallettEnsemble des Gärtnerplatz Theater, zeigen zwei

neue Kreationen.

 

Im Foyer stellen die bildenden Künstlerinnen Nina Radelfahr und Katharina Maria Neuweg aus

München einen Teil ihrer Werke aus.

Veranstalter: David N. Russo, Choreografen: Alessio Attanasio, Matteo Carvone, Caroline Finn, Jasmine Morand, Alessandro Pereira, Katrin Schafitel , Katja Wachter // Tänzer: Alan Brooks, Geraldine Chollet, Ariella Casu, Georgina Sánchez, Katrin Schafitel, Rita Soares // Bildende Künstler: Katharina Maria Neuweg, Nina Radelfahr.

 

SEIRĒN // Uraufführung von Matteo Carvone

Sie leben seit Jahrtausenden in der menschlichen Fantasie, sie sind eindrucksvolle Sinnbilder des

unaufhaltsamen Strebens nach Zusammenbruch. Sie sind schreckliche Hybriden. Frauen mit Flügeln, unerbittlichen, die den Tod bringen; sie sind verführerische Wesen der Meerestiefen, Einbildung und Albtraum vieler Seemänner der Antike - die Sirenen. Ob sie durch die Melodie ihres Gesangs bezaubern, ob sie Reisende mit ihrem unmenschlichen Schweigen besiegen - die Sirenen drücken einen zeitlosen Impuls aus, der tief in unserer Natur steckt, und immer wieder werden sie in unser irrationales Meer schwimmen. Oder wie der italienische Philologe Bettini anmerkt: “Die Anziehungskraft der Sirene wirkt ganz stark durch ihren Gesang, aber von seinem Inhalt hat der Mensch nie gewusst. Es geht um eine Stimme, um ein Geräusch, in dem jeder findet, was er erträumt, um seinen Narzissmus zu befriedigen.”

Konzept/Choreografie: Matteo Carvone

Tanz: Rita Barao Soares

Dramaturgie: Alessandra Coretti

Video: Jasmine Ellis - Bad Posture Productions

Dauer: 10 Minuten

 

TEA STORM // Uraufführung von Alessio Attanasio

Was ist das Entscheidende/Herzstück/die Essenz der Choreographie? Das Publikum. Ohne könnte

auch dieses Stück nicht existieren. Der Wunsch, Neugierde für wirklich Unbedeutendes beim

Publikum zu wecken, steht im Mittelpunkt dieser Choreografie. Zwei Tänzerinnen, die wie zwei Schwestern mit ihrem Spiel das Interesse der Eltern – dem Publikum – auf sich ziehen wollen. Steckt der Wunsch dahinter, Aufmerksamkeit zu erhaschen? Oder gar Applaus? Ein metaphorischer Sturm, harmlos, aber sehr wirkungsvoll, lässt das Publikum darüber nachdenken, was wirklich wichtig ist. Ein „Sturm im Wasserglas“ oder „A storm in a tea cup“!

Choreografie: Alessio Attanasio

Tanz: Ariella Casu, Georgina Sànchez

Dramaturgie: Hannes Muik

Dauer: 10 Minuten

 

PERSPECTIVE(S) D’UNE EXISTENCE FICTIVE // München-Premiere von Jasmine Morand

"Perspective(s) d’une existence fictive" stellt Überlegungen rund um das Individuum an. Die Choreografie lässt durch die Collage verschiedener Leben eine künstliche Identität entstehen, sie

eröffnet einen neuen (Lebens-)Weg, mischt Körpersprachen und Erfahrungswerte, getreu dem Motto:

wer bin ich und wenn ja, wie viele? Jasmine Morand präsentiert ihre Choreografien mit Ästhetik, ohne Bedingungen und mit einem kritischen Blick auf Ereignisse, die immer mit einer Spitze Humor die Vision der Gesellschaft vorlegt. Dieses Projekt hat 2011 eine Auszeichnung der Schweizerischen Autoren Gesellschaft (SSA) erhalten.

Konzept: Jasmine Morand

Choreografie: Jasmine Morand mit Géraldine Chollet

Tanz: Géraldine Chollet

Dramaturgie: Sandra Korol

Licht

: Alexandre Stillavato

Bühne/ Kostüme: Jasmine Morand

Fotos: Céline Michel

Dauer: 12 Minuten

Uraufgeführt im Mai 2012 im Theater Rocking Chair, Vevey (CH)

Video Trailer: vimeo.com/52370264

Unterstützt von Canton de Vaud, Ville de Vevey, Société Suisse des Auteurs, Loterie Romande.

Residenz Dansomètre Vevey.

 

EINZELHAFT // Tanzsolo von Katja Wachter und Katrin Schafitel

Das Porträt einer Gefangenen.

Bewegungssprache aus Bildern: von Inhaftierten, Gefolterten, Gefesselten, Unfreien. Mehr und mehr mischt sich ein anderes Bild unter die schon existierenden: die Frau, als Gefangene ihres eigenen Bildes. Ein Spiel zwischen Koketterie und dem Kampf mit unsichtbaren Kräften. Weiblichkeit, das sind Bilder, die durch unsere Medien und Köpfe geistern und von denen wir uns kaum lösen können, Schönheitsideale werden zu Käfigen und Fesseln. Dabei verschwimmt die Grenze zwischen echt und gespielt, die Frau wird gleichzeitig Opfer und Täter im Konzept von Weiblichkeit.

Konzept: Katja Wachter

Choreografie: Katrin Schafitel mit Katja Wachter

Tanz: Katrin Schafitel

Dauer: 10 min

 

Weitere Vorstellungen 15. / 16. Juni 2013, 20:30 Uhr

 

BERNARD // Tanzsolo von Caroline Finn und Alessandro Pereira

In "Bernard" werden wir zu Voyeuren, die einen Kampf gegen das Chaos beobachten. Was zunächst wie eine alltägliche Aufgabe aussieht, wird zu einem anrührenden Ringen um Ordnung, gegen jede

Chance. Sind es äußere Einflüsse, die “Bernard” immer tiefer in das Chaos hineinziehen, oder ist er selbst die Ursache? Sind seine Schreckensgefühle nachvollziehbar oder pathologisch? Wir können über Bernard lachen oder mit ihm weinen. Unabhängig davon stellt sich die Frage, wie wir selbst mit Situationen umgehen, die außer Kontrolle geraten.

Choreografie : Caroline Finn, Alessandro Pereira

Tanz: Alan Brooks

Dauer: 10 Minuten

Uraufgeführt auf dem Internationalen Solo-Tanztheater-Festival in Stuttgart (2007).

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