Für uns heute ist Bach der Komponist seiner Passionen und Oratorien, dem wir »Die Kunst der Fuge« und »Das wohltemperierte Klavier« zu verdanken haben; äußerst populär wurden seine »Brandenburgischen Konzerte«. In seiner Zeit als Thomaskantor in Leipzig schuf er vor allem Kantaten für jeden Sonntag des Kirchenjahres. Und immer folgte er dem Credo »bey jedem Takt einen anderen Affekt« zu komponieren, denn die Musik sprechend zu machen war eines seiner Anliegen.
Dieses wird nun zu einer szenischen Version erweitert: durch die Dramatisierung von sechs dieser vornehmlich in Leipzig geschriebenen Kirchen-Kantaten für die Opernbühne. Als musikalisch-ästhetische Reise, die vom Dunkel ins Licht, von tiefen Seelennöten zum Jubel führen soll und die davon erzählen will, »dass der Mensch (s)ein Leben hat« und vom Anfang und Ende eines Jeden.
[Bachs Freude am Spiel mit Zahlen inspirierte die Titelgebung: 61 ist die gebildete Quersumme der ausgewählten Kantaten-Nummern – 187, 52, 27, 26, 146 und 172 – nach dem Bach-Werk-Verzeichnis = BWV]
Musikalische Leitung | Orgel | Cembalo
Jörg Halubek
Inszenierung / Bühne
Aniara Amos
Kostüme
Sarah Julia Rolke
Video
Thomas Zipf
Dramaturgie
Dr. Ursula Benzing
Licht
Albert Geisel
Choreinstudierung
Marco Zeiser Celesti
"Anfang und Ende – B.A.C.H.⁶¹" - Eine szenische Reise mit Kirchenkantaten von Johann Sebastian Bach - STAATSTHEATER KASSEL
PREMIERE 26. Januar 2019, 19.30, Opernhaus
19.01.2019
»Nicht Bach, sondern Meer müsste er heißen«, begeisterte sich Beethoven, Wagner empfand ihn als »das wunderbarste Rätsel aller Zeiten« und Max Reger begriff ihn als eine Personifizierung der Musik schlechthin, als »Anfang und Ende aller Musik.« Mit einem ungeheuren Gespür für alles musikalische Material stellte sich Johann Sebastian Bach immer neuen Herausforderungen. Er vermochte es, alle verschiedenen musikalischen Stile mit denen der neuen Musik seiner Zeit bruchlos zu verbinden. Selbst wenn er keine Opern geschrieben hat.


