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Annett Göhre wird Ballettdirektorin am Theater Plauen-Zwickau ab der Spielzeit 2015/16

Während ihrer Zeit als Tänzerin am Opernhaus Chemnitz tanzte sie in Choreografien von Torsten Händler, ab der Spielzeit 2015/16 tritt Annett Göhre nun seine Nachfolge als Ballettchefin am Theater Plauen-Zwickau an. Wie Torsten Händler wurde die gebürtige Hallenserin an der Staatlichen Ballettschule Berlin zur Tänzerin ausgebildet.

Erste Erfahrungen sammelte sie 1994/95 im Ballett der Deutschen Oper Berlin. Nach festen Engagements in den Ballettkompanie der Theater Chemnitz (1995-2000) und als Solistin des Staatstheaters am Gärtnerplatz München (2000-2005) gastierte sie seit 2005 als freischaffende Tänzerin an zahlreichen Theatern im In- und Ausland und nahm an großen Festivals teil. Seit 2005 etablierte sie sich mit eigenen Choreografien und gewann zahlreiche Auszeichnungen, wie zuletzt den Bayerischen Kunstförderpreis 2002 und das Arbeits- und Fortbildungsstipendium der Stadt München 2014. Seither erarbeitete sie über 20 Choreografien, darunter abendfüllende Tanzstücke sowie Choreografien für Oper, Schauspiel und Musical und führte bei einem Kurzfilm und einem Opernprojekt Regie.

 

Weltweite Aufmerksamkeit erhielt ihre Choreografie für Michael Schulz‘ Parsifal-Inszenierung bei den Salzburger Osterfestspielen 2013 unter Christian Thielemann, die vergangenen Samstag auf 3sat ausgestrahlt wurde. Im Mittelpunkt ihrer kreativen Choreografien steht der Mensch im Zwiespalt zwischen Tragik und Komik des Daseins sowie seiner Vergangenheit und Zukunft. Dies spiegelt sich auch in ihrer Vorliebe für eine Mischung aus Tradition und modernen Tanzentwicklungen wider. Ihre Tanzabende sind ein unbändiges, konsequentes Hinterfragen von Zeitgeschehen. Vor allem aber haben sie viel Humor.

 

Als Ballettchefin am Theater Plauen-Zwickau plant Annett Göhre abendfüllende Produktionen, nach Möglichkeit mit Live-Musik. „Das Publikum soll abgeholt und mitgenommen, aber auch dazu aufgefordert werden, nicht in Schubladen zu verweilen.“ Dazu bietet ein festes Ensemble mit seinen individuellen Ausdrucksmöglichkeiten und seiner Verankerung in den Städten beste Voraussetzungen. Wichtig ist ihr neben der thematischen Einbettung in den Spielplan auch eine enge Verflechtung mit anderen Sparten. Besonders am Herzen liegt Annett Göhre dabei die Kinder- und Jugendarbeit.

 

 

 

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