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Baden-Württemberg: Die Landesstiftung entscheidet gegen das Forum Neues Musiktheater

Die Staatsoper Stuttgart kann die Spielstätte im Römerkastell nicht halten

Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat eine weitere Förderung des Forum Neues Musiktheater abgelehnt. Im Vorfeld hatten die Mitglieder des Aufsichtsrates eine Entscheidung über die Zukunft des Forum im Römerkastell mehrfach vertagt.

 

Offenbar haben die Aufsichtratsmitglieder in ihrer Sitzung am 19. Dezember gegen eine weitere Förderung des Forums votiert. "Es gibt keine weitere Förderung des Forums durch die Landesstiftung", so die Pressesprecherin der Landesstiftung Iris Berghold. Es gäbe allerdings konkrete Gespräche darüber, ob das Forum durch andere Partner und Mittel erhalten werden könne.

 

"Nach den Signalen, die zuletzt von der Landesstiftung ausgesandt wurden, hatten wir nur noch wenig Hoffnung", sagt Intendant Albrecht Puhlmann. "Es ist eine Entscheidung gegen eine ganz besondere Facette des Stuttgarter Kulturlebens und dagegen, dass dieses 'Alleinstellungsmerkmal'  eines sechsfachen 'Opernhaus des Jahres' erhalten bleibt. Wir bedauern dieses Votum."

 

Die Staatsoper Stuttgart sähe sich nicht in der Lage, die Spielstätte im Römerkastell künftig aus eigenen Mitteln weiter zu finanzieren. "Wir haben die Kosten für die Miete in der letzten Saison allein bestritten, jetzt steht eine Verlängerung des Mietvertrages an. Wir müssen ganz deutlich sagen, dass das Forum aus dem Opernbudget selbst nicht zu stemmen ist und müssen damit die Spielstätte zum Ende der Spielzeit aufgeben", so Albrecht Puhlmann.

 

Bereits diese Saison habe es keine Zuwendung von Seiten der Landesstiftung gegeben. Trotzdem habe die Staatsoper entschieden, aus Sonder- und Eigenmitteln weiterhin Projekte im Forum Neues Musiktheater zu realisieren. "Die Gelder wurden von uns aber unter der Prämisse bereitgestellt, dass die Landesstiftung ihre Zuwendung fortschreibt", erklärt Albrecht Puhlmann.

 

Wie die Landesstiftung bestätigt, gibt es derzeit intensive Gespräche darüber, die Idee des Forums in Kooperation mit der Musikhochschule unter dem Dach der zu gründenden Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg aufzugreifen. Die Reihe "zeitoper", die unterschiedliche Räume in der Stadt bespielt, bleibt erhalten. Selbstverständlich wird sich die Oper des 21. Jahrhunderts künftig auch im Spielplan der Staatsoper wiederfinden. Es wird wesentliche Aufgabe der Staatsoper bleiben, neue Formen und Möglichkeiten des Musiktheaters zu erforschen und umzusetzen.

 

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