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Ballett am Rhein: Premiere für „Ein Deutsches Requiem“ von Martin Schläpfer im Theater Duisburg

Nach der Uraufführung im Sommer 2011 in Düsseldorf und nur eine Woche nach ihrer Nominierung für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2012 feiert Martin Schläpfers Choreographie „Ein Deutsches Requiem“ zur Musik von Johannes Brahms am Samstag, 15. September 2012, um 19.30 Uhr, Premiere im Theater Duisburg.

 

Unter der Stabführung von Generalmusikdirektor Axel Kober wirken das Ballett am Rhein und die Duisburger Philharmoniker ebenso wie Solisten und der Chor der Deutschen Oper am Rhein zusammen. Das ZDF zeichnet die Premiere für die spätere Ausstrahlung auf 3sat auf. Weitere fünf Vorstellungen folgen in Duisburg, bevor „Ein Deutsches Requiem“ ab 14. Dezember wieder auf dem Düsseldorfer Spielplan steht.

 

„Bestes Saisonende je!“ schrieb die Tanzkritikerin Wiebke Hüster im Juli 2011 über Martin Schläpfers Uraufführung zu Johannes Brahms‘ „Ein Deutsches Requiem“. Erneut hatte sich der „Choreograph des Jahres 2010“ („tanz“) für ein ungemein herausforderndes musikalisches Werk entschieden und „das nahezu unmöglich Scheinende geschafft: eine kongeniale Umsetzung der Musik in Bewegung, mit Ehrfurcht vor der Komposition einerseits und choreographischer Distinktion andererseits“ (Ulrike Burgwinkel, WDR 2). In Windeseile sprach sich der berührende und begeisternde Ballettabend herum, waren alle Vorstellungen ausverkauft. Presse und Publikum waren sich einig, dass im Zusammenwirken von rund 150 Künstlern aus allen Ensembles der Deutschen Oper am Rhein ein großes, bewegendes Bühnenwerk entstanden war.

 

Mitten im Sommer hatte Martin Schläpfer mit einer Totenmesse überrascht – einem Stück über die großen Themen Vergänglichkeit und Tod, Trauer, Trost und Zuversicht. „Das Requiem ist ein sehr hoffnungsvolles Werk, erklärt der Chefchoreograph. „Es geht nicht um den Stillstand im Tod, sondern immer um das Gegenüber – das Ich, das Du – den realen Menschen.“ In Brahms‘ mutiger und fast rebellischer Zusammenstellung der Bibeltexte aus dem Alten und Neuen Testament sieht er viele Aspekte des Loslassens und ist sich sicher: „Im Brahms hat es wirklich Platz für die ganze Ambivalenz des modernen Menschen.“

 

Gemeinsam mit Generalmusikdirektor Axel Kober lotet er nun in Duisburg „die Kipplage zwischen Schwere und Leichtigkeit“ in dem monumentalen Chor- und Orchesterwerk aus. Auf der Bühne und im Orchestergraben rund 150 Künstlerinnen und Künstler: 41 Tänzerinnen und Tänzer, die Solisten Sylvia Hamvasi und Laimonas Pautienius (alternierend mit Anke Krabbe und Dmitri Vargin), der Opernchor und die Duisburger Philharmoniker stellen eindrucksvoll die künstlerische Kraft der Deutschen Oper am Rhein unter Beweis. Das „Spiel von Licht und Schatten, der Dialog zwischen Gott und Mensch“, welche die Komposition ebenso wie Schläpfers Choreographie bestimmen, korrespondieren mit dem Bühnenbild von Florian Etti und den Kostümen von Catherine Voeffray.

 

Die eindrucksvollen Kritiken vom Sommer 2011, die Nominierung von Martin Schläpfer für seine Choreographie „Ein Deutsches Requiem“ für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2012 und die Entscheidung des ZDF, die Premiere mit größtem Aufwand für eine Ausstrahlung im nächsten Jahr auf 3sat aufzuzeichnen – das alles steht für einen mitreißenden Start des Balletts am Rhein in die neue Spielzeit 2012/13 in Duisburg und ein künstlerisches Großereignis zu Beginn der Festwochen „100 Jahre Theater Duisburg“.

 

Choreographie Martin Schläpfer

Musikalische Leitung Axel Kober

Bühne Florian Etti

Kostüme Catherine Voeffray

Licht Volker Weinhart

Chorleitung Gerhard Michalski

 

Sopran Sylvia Hamvasi

Bariton Laimonas Pautienius

Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein

Orchester Duisburger Philharmoniker

 

Tänzerinnen Sachika Abe, Ann-Kathrin Adam, Camille Andriot, Marlúcia do Amaral, Aisha L. Arechaga, Doris Becker, Wun Sze Chan, Mariana Dias, Feline van Dijken, Cristina Garcia Fonseca, Christine Jaroszewski, Yuko Kato, So-Yeon Kim, Anne Marchand, Nicole Morel, Carly Morgan, Louisa Rachedi, Claudine Schoch, Virginia Segarra Vidal, Julie Thirault, Anna Tsybina, Irene Vaqueiro

Tänzer Christian Bloßfeld, Andriy Boyetskyy, Paul Calderone, Jackson Carroll, Martin Chaix, Florent Cheymol, Helge Freiberg, Philip Handschin, Antoine Jully, Marquet K. Lee, Sonny Locsin, Marcos Menha, Bruno Narnhammer, Bogdan Nicula, Chidozie Nzerem, Sascha Pieper, Boris Randzio, Martin Schirbel, Alexandre Simões, Remus Sucheana, Pontus Sundset, Maksat Sydykov, Jörg Weinöhl

 

 

 

 

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